Kinder leben auf deutschen Straßen relativ sicher

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Deutsche Presse-Agentur

Für Kinder ist der Straßenverkehr in Schweden, Großbritannien und Deutschland einer EU-weiten Studie zufolge am sichersten. Dort kamen 2007 pro einer Million Kinder weniger als zehn ums Leben, wie der Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC) in Brüssel mitteilte.

Der europäische Durchschnitt lag bei 16 getöteten Kindern pro Million Gleichaltriger. In Griechenland und Lettland lag die Todesrate doppelt so hoch, in Litauen mit 57,6 sogar mehr als dreieinhalb Mal über dem EU-Durchschnitt.

Insgesamt starben in den 27 Mitgliedsstaaten der EU im Jahr 2007 rund 1188 Kinder bei Verkehrsunfällen, nach 2300 zehn Jahre zuvor. Portugal sei bei der Senkung der Unfallzahlen mit Kindern besonders erfolgreich gewesen, erläuterten Experten. Dort habe man beispielsweise das System der Schulbusse deutlich verbessert.

In Schweden, wo pro Million Kinder weniger als sieben tödlich verunglückten, beförderten viele Eltern ihr Kinder bis zum vierten Lebensjahr in rückwärts gerichteten Kindersitzen. Darüber hinaus habe man im ganzen Land Tempolimits, Bürgersteige und Radwege auf den Straßen geschaffen, die häufig von Kindern benützt würden, sagte Mats Gummesson von der schwedischen Straßenbehörde. Weniger Sinn mache Verkehrsunterricht, da Kinder bis zum zwölften Lebensjahr die komplexen Gefahren im Verkehr nicht verstünden.

Nach Angaben des ETSC könnten etwa 600 Kinderleben jährlich gerettet werden, wenn alle EU-Länder die Todesrate auf schwedisches Niveau senkten. Im zweitplatzierten Großbritannien kamen 8,5 Kinder pro Million Gleichaltriger auf den Straßen ums Leben, gefolgt von Deutschland mit 9,7 und Österreich mit 10 Todesopfern.

Insgesamt gingen tödliche Unfälle von Kindern in der EU in den vergangenen zehn Jahren um jährlich rund 7 Prozent zurück. Am besten schnitt Portugal mit einem Rückgang von 15 Prozent pro Jahr ab. Deutschland lag mit einer jährlichen Senkung von mehr als 8 Prozent auf Platz neun. Insgesamt starben 2007 auf deutschen Straßen 111 Kinder im Straßenverkehr. Zehn Jahre zuvor waren es noch 311 gewesen.

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