Kerbel, Farnkraut und Backpulver vertreiben Ameisen

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Ameise (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Hamburg (dpa/tmn) - Im Sommer krabbeln und kriechen sie durch alle Ritzen und bauen ihre Straßen: Ameisen dringen in Wohnungen und Häuser vor. Um das große Krabbeln zu stoppen, sind nicht unbedingt Chemikalien nötig.

„Ohne chemische Ameisengifte kann eine Ameisenstraße durch stark riechende Kräuter wie Farnkraut, Wacholderblätter, Tausendgüldenkraut, Kerbel, Zitronensaft, Lavendelöl oder Lavendelblüten unterbrochen werden“, sagt Dirk Petersen von der Verbraucherzentrale Hamburg. Der Geruch verwirre den Orientierungssinn der Tiere. Schlupflöcher ins Haus wie Ritzen sollten mit Silikon versiegelt werden. Klebende Barrieren, die es im Handel gibt, blockieren zudem den Zugang durch Fenster und Türen.

Für die Ameisen tödlich sind Backpulver und Hirschhornsalz. Vermischt mit Zucker werden sie von den Ameisen gefressen, blähen sich in deren Magen auf und töten so die Insekten ab, erläutert Petersen.

Auch Kieselgur, ein fein gemahlenes, fossiles Pulver aus Kieselalgen, wirke tödlich. Es verletzt den Chitinpanzer der Insekten und trocknet die Tiere innerhalb kurzer Zeit aus. Der Einsatz hat aber nur Sinn, wenn das Pulver gezielt in den Schlupfwinkeln oder an den Wanderwegen der Ameisen platziert wird. Das Mittel sollte allerdings nicht eingeatmet und von Kindern und Haustieren ferngehalten werden.

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