Kartensperrungen über zentrale Notrufnummer nehmen zu

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Deutsche Presse-Agentur

Der bundesweite zentrale Sperr-Notruf für EC- und Kreditkarten setzt sich immer mehr durch. Wie 2007 nahm auch im vergangenen Jahr die Zahl der Anrufe bei der Nummer 116 116 deutlich zu.

Insgesamt wollten 2008 nach Angaben der Betreiberfirma Servodata in Frankfurt mehr als 830 000 Menschen verlorene oder gestohlene Karten sperren lassen - 19 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Grund für den erneuten Anstieg sei die zunehmende Bekanntheit der Nummer, sagt Daniel Holub, Pressesprecher von Servodata. Banken wiesen ihre Kunden zunehmend auf die zentrale Nummer hin. Früher hätten Kunden einen Verlust direkt ihrer Bank gemeldet. Heute wüssten viele Betroffene, dass sie mit einem Anruf beim zentralen Sperr-Notruf die meisten ihrer Karten auf einmal sperren können - genauer gesagt 95 Prozent aller deutschen Bankkarten, so Holub. Von den Großbanken habe sich nur die Postbank noch nicht angeschlossen.

Auch die SIM-Karten einiger Handyanbieter und die elektronischen Mitarbeiterausweise mancher Unternehmen lassen sich den Angaben zufolge über die Nummer 116 116 sperren. Ein weiterer Vorteil sei, dass Anrufe bei dem Sperr-Notruf aus allen Netzen in Deutschland kostenlos sind.

Holub rät Verbrauchern, verlorene Karten möglichst schnell sperren zu lassen. Denn erst ab der Sperrung seien sie gegen illegale Abhebungen versichert. Andernfalls könnten Bestohlene nur auf die Kulanz ihrer Bank hoffen. Inhaber der Nummer, die es seit rund drei Jahren gibt, ist der Verein zur Förderung der Sicherheit in der Informationsgesellschaft Sperr e. V. in Berlin.

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