Schwäbische Zeitung

Gründungsdatum 6. Juni 1894 als KFC Phoenix Anschrift Adenauerring 17 76131 Karlsruhe Stadion Wildparkstadion (32 306 Plätze) Vereinsfarben blau-weiß Vereinspräsident Hubert H. Raase Trainer Edmund Becker (seit 13. Januar 2005) Mitglieder 4 200 Größte Erfolge Deutscher Meister 1909 (als SC Phönix Karlsruhe) DFB-Pokal 1955, 1956 Internet www.ksc.de

Beim Karlsruher SC scheint sich eine alte Fußball-Weisheit zu bewahrheiten: Das zweite Bundesliga-Jahr ist das schwerste. Zum Ende der Hinrunde fiel der KSC förmlich auseinander. Nach 17 Spielen fanden sich die Badener mit nur 13 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz wieder.

Nach der Talfahrt der Hinrunde reagierte der KSC und holt mit Giovanni Federico und Marco Engelhardt zwei ehemalige Spieler zurück in den Wildpark. Der 28 Jahre alte Offensivmann Federico wechselt zur Rückrunde vom Ligakonkurrenten Borussia Dortmund auf Leihbasis bis zum Saisonende zu den abstiegsbedrohten Badenern. Der gleichaltrige Mittelfeldspieler Engelhardt kommt vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg und wird in Karlsruhe einen Vertrag bis 30. Juni 2012 unterschreiben. „Damit ist es gelungen, mit zwei unserer Wunschkandidaten frühzeitig eine Einigung zu erzielen“, sagte KSC-Manager Rolf Dohmen.

Nach seinem Aufstieg in die Bundesliga hatte der KSC mit Platz elf für viel positiven Wirbel gesorgt und zählte in der abgelaufenen Saison zu den großen Überraschungen. Manch etablierter Liga-Konkurrent rieb sich verwundert die Augen. Die Winterpause der Saison 2007/2008 genossen die Badener sogar auf Rang sechs. Immerhin vor dem Erzrivalen aus Stuttgart. Erst mit Beginn der Rückrunde verlor das Team von Trainer Edmund Becker an Schwung und rutschte sanft in die Tabellenmitte ab. Damit hielt sich der KSC als einziger Neuzugang im Oberhaus der Bundesliga. 

Allerdings fehlten Becker in der schwierigen zweiten Bundesliga-Spielzeit gleich zwei Hauptverantwortliche für den sportlichen Höhenflug. Mit Mario Eggimann verließ der Abwehr-Kopf den KSC in Richtung Hannover. Vor allem fehlten dem Club aber die überragenden Fertigkeiten ihres Spielmachers Tamas Hajnal. Der ungarische Nationalspieler, der zu Borussia Dortmund wechselte, war mit acht Toren und neun Vorlagen Dreh- und Angelpunkt des Teams.

Zur neuen Führungskraft sollte nun Antonio da Silva aufgebaut werden. Der Brasilianer verkam beim VfB Stuttgart zum Auslaufmodell. Doch auch beim KSC lief es für den Südamerikaner nicht rund. Seine Leistungen in der Vorrunde hielten sich in Grenzen und auch bei den KSC-Fans stand der eigenwillige da Silva alles andere als hoch im Kurs.

Das Aufgebot:

Tor: 1* Markus Miller, 14 Jean-Francois Kornetzky, 29 Thomas Unger

Abwehr: 3 Maik Franz, 5 Tim Sebastian, 16 Martin Stoll, 19 Stefan Buck, 21 Christian Eichner, 24 Sebastian Langkamp, 27 Stefano Celozzi, 77 Andreas Görlitz

Mittelfeld: 4 Godfried Aduobe, 6 Bradley Carnell, 8 Timo Staffeldt, 10 Massimilian Porcello, 13 Michael Mutzel, 25 Antonio da Silva, 28 Lars Stindl, 0 Marco Engelhardt

Angriff: 7 Christian Timm, 9 Edmond Kapllani, 17 Joshua Kennedy, 18 Sebastian Freis, 20 Alexander Iaschwili, 0 Giovanni Federico

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Dezember 2008)

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