Künstler Ribéry vor Comeback im Bayern-Trikot

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Deutsche Presse-Agentur

Tim Borowski und Claudio Pizarro freuen sich auf ihre Ex-Clubs - und die Bundesliga auf die Rückkehr von Franck Ribéry. 95 Tage nach seiner Fußverletzung will Deutschlands „Fußballer des Jahres“ wieder für den FC Bayern München zaubern.

„Körperlich bin ich der Alte. Das Ballgefühl ist wieder da“, versicherte der 25-Jährige, der auf einen Einsatz gegen den Nord-Rivalen brennt. „Ich wünsche mir, von Anfang an am Samstag gegen Bremen zu spielen.“ Den Einsatz von Beginn wünschen sich auch der Neu-Münchner Borowski und Bremen-Rückkehrer Pizarro. Während dieser nach der enttäuschenden Champions-League-Vorstellung von Werder die Ladehemmung ablegen will, wird Borowski wohl nur ein Bankplatz bleiben.

Die Bank droht aber auch Ball-Zauberer Ribéry. Denn gerade gegen ein Spitzenteam wie Bremen könnte ein Einsatz von Beginn an noch zu früh kommen. Außerdem gibt es für Trainer Jürgen Klinsmann nach dem Champions-League-Erfolg (1:0) bei Steaua Bukarest keinen Grund, etwas in der Formation zu ändern. Wenngleich der Mittelfeldakteur um seinen Einsatz warb. „Um voll da zu sein benötige ich jetzt den Wettbewerb und die Spiele“, sagte er und will wie vor einem Jahr beim 4:0 auswärts gegen Werder wieder mit Dribblings und Kabinettstückchen glänzen. „Gerade das Spiel in Bremen war vielleicht eines meiner besten. Ich hoffe, dass mir das noch mal gelingt.“

Egal ob von Beginn oder erst später, Ribéry will ganz bald wieder zu der Form auflaufen, die im in der Vorsaison zum besten der Bundesliga-Zunft machte. Angst, dass er in seinem zweiten Ligajahr noch härter von den gegnerischen Spielern rangenommen wird als bislang, hat er nach seiner Genesung nicht. „Ich will spielen und aus. Wenn ich dribbeln muss, dribbel ich, wenn ein Pass angebracht ist, spiele ich ab. Ich spiele mein Spiel wie immer“, versprach der Publikumsliebling in der Tageszeitung „tz“. Außerhalb des Platzes sorgte er bereits wieder für Stimmung. Als Spaßvogel der Bayern-Truppe spielte er den neuen Betreuern schon Streiche; nur Klinsmann blieb verschont. Bislang. „Der Trainer ist bald dran. Schließlich will ich ihn bei Bayern gebührend empfangen heißen“, stellte Ribéry in der „Sport Bild“ klar.

Voller Euphorie blickt Ribéry dem Duell gegen den ewigen Rivalen entgegen, eher nüchtern gab sich Borowski vor dem Wiedersehen mit dem Team aus seiner alten Heimat, wo er mehr als ein Jahrzehnt lang kickte. Es gebe keine Wetten mit den Ex-Kameraden, betonte der 28- Jährige. „Ich freue mich darauf, gegen meine alten Jungs zu spielen.“ Wenn er denn überhaupt ran darf, denn in der bisherigen Saison musste sich der Neuzugang mit fünf Einsätzen als Einwechselspieler zufriedengeben.

Auch für Pizarro, der von 2001 bis 2007 bei den Münchnern unter Vertrag stand, lief es in der jungen Saison noch nicht rund. Zwar konnte der vom FC Chelsea ausgeliehene Peruaner schon einen Liga-Treffer erzielen, aber bei der Bremer Nullnummer in der Champions League gegen Famagusta enttäuschte Pizarro maßlos. „Ich habe mit dem Trainer geredet. Da wurde alles geklärt“, sagte der 29 Jahre alte Angreifer. „Ich freue mich, dass ich gegen Bayern und wieder in der Allianz Arena spiele.“ Jubeln, das verriet er vor dem Spiel, wolle er im Falle eines Torerfolges aus Respekt vor dem Ex-Verein nicht.

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