Köln wartet auf vierten Heimsieg - 0:0 gegen KSC

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Deutsche Presse-Agentur

Die akuter werdende Heimschwäche bringt den 1. FC Köln langsam in Bedrängnis. Nach dem 0:0 gegen den Karlsruher SC wartet Aufsteiger Köln in der Fußball-Bundesliga nun schon seit dem 2:1 am 7. November gegen Hannover auf einen Dreier im RheinEnergieStadion.

Auch diesmal reichte es vor 48 000 Zuschauern nicht zum vierten Saison-Heimsieg. Den Badenern dagegen gelang eine Woche nach dem Last-Minute-Triumph beim 3:2 gegen den Hamburger SV das erste Auswärts-Remis dieser Spielzeit. Der KSC stellte mit 17 Punkten den Anschluss an das untere Tabellen-Mittelfeld wieder her.

„Wenn man die anderen Ergebnisse sieht, hat es den Anschein, als ob uns das 0:0 nicht weiterbringt“, sagte KSC-Trainer Edmund Becker, der in der kommenden Spielzeit wohl auf ein „Eigengewächs“ verzichten muss. Denn der Wechsel von KSC-Angreifer Sebastian Freis nach Köln ist offenbar fast perfekt. Mit dem Remis war Becker am Ende genauso zufrieden wie FC-Chefcoach Christoph Daum, der seinen Torhüter Faryd Mondragon als „unseren besten Mann“ bezeichnete. „Wir müssen klar und realistisch mit einem Punkt zufrieden sein“, ergänzte Daum.

Die personellen Nöte Beckers waren erheblich. Außer dem gesperrten Marco Engelhardt musste er noch sechs weitere verletzte oder erkrankte Profis ersetzen. Für Engelhardt rückte Godfried Aduobe in das zentrale defensive Mittelfeld. Daum musste auf den suspendierten Roda Antar und den verletzten Pierre Wome verzichten.

Trotz der Handicaps präsentierte sich der KSC cleverer, war im Spielaufbau überlegen und hatte bei einer Doppel-Chance durch die ehemaligen Kölner Christian Timm und Giovanni Federico (14. Minute) die Möglichkeit zum 1:0. Doch Mondragon reagierte ebenso glänzend wie bei einer Direktabnahme von Federico drei Minuten danach. Für den FC vergab Torjäger Milivoje Novakovic in aussichtsreicher Position, als er in der 43. Minute mit dem rechten Fuß knapp links vorbeischoss.

Der FC kehrte mit mehr Elan aus der Kabine zurück, zweimal Nemanja Vucicevic (50./54.) und Novakovic (56.) sorgten für Gefahr vor dem KSC-Gehäuse. Die Gäste blieben aber am Drücker, Timm traf in der 60. Minute das Außennetz, ehe Novakovic auf der Gegenseite einen Kopfball knapp vorbei setzte (67.) und Miso Brecko mit einem Schuss ebenso scheiterte (75.) wie der eingewechselte Manasseh Ishiaku (78.). In der Schlussphase verschenkte Federico frei vor Mondragon den KSC-Sieg.

Nicht im Stadion war Ümit Özat. Der FC-Spielführer, der im Hinspiel am 29. August bewusstlos zusammengebrochen war, hält sich derzeit zu Herz-Untersuchungen in Cleveland (USA) auf. Der Türke will noch in dieser Saison in den FC-Kader zurückkehren, wenn die Ärzte Grünes Licht geben.

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