Jena präsentiert Pläne für neues Fußballstadion

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Deutsche Presse-Agentur

Die Drittliga-Fußballer vom FC Carl Zeiss Jena wollen ihr eigenes Fußballstadion. Die Thüringer stellten nun ihre Pläne für eine reine Fußballarena mit Platz für über 20000 Zuschauer vor. Nach ersten Berechnungen belaufen sich die Baukosten auf etwa 18,7 Millionen Euro.

„Jena braucht sein eigenes Stadion. Mit einer Arbeitsgruppe sind wir jetzt in die Arbeit eingestiegen“, sagte Vereinspräsident Peter Schreiber. Die Haupttribüne des Ernst-Abbe-Sportfeldes soll nach den aktuellen Plänen stehen bleiben, die anderen Tribünen sollen abgerissen und durch einen Neubau in U-Form ersetzt werden.

Dabei soll die Leichtathletikanlage aus dem Stadion verschwinden und der Rasen sechs Meter näher an die Haupttribüne herangerückt werden. Auch ein Rückbau der für Jena charakteristischen Flutlichtmasten ist vorgesehen. Lediglich ein Mast soll zur Wiedererkennung stehen bleiben. Geplant ist eine Kapazität von 20634 Plätzen, wobei etwa 4000 Stehplätze werden sollen. Der Innenraum soll eine Größe von 120 mal 80 Metern haben und die für Fußballstadien typische „Kessel- Atmosphäre“ schaffen. Die Durchführung anderer Veranstaltungen, wie zum Beispiel großer Musikkonzerte ist nicht geplant. „Wir setzen auf den Fußball und wollen das Stadion damit wirtschaftlich betreiben“, betonte Präsident Schreiber.

In Sachen Finanzierung wollen Verein und die Stadt Jena auch an das Land Thüringen herantreten. „Wir hoffen auf eine Gleichberechtigung mit Erfurt und werden sehr genau schauen, was dort passiert“, erklärte Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter (SPD), der das Projekt mit der Stadtführung unterstützen wird. Keinesfalls sei es möglich, die neue Sportanlage nur privat zu finanzieren. „Allerdings werden wir auch in der Wirtschaft nach Unterstützungsmöglichkeiten suchen“, sagte Schreiber. Modelle zur Finanzierung sollen in den nächsten sechs Monaten besprochen werden. Möglich sei auch, dass man die Namensrechte einer neuen Arena verkauft, erklärte Schreiber. Wann gebaut werden könnte, steht allerdings noch nicht fest.

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