Jagd auf Spitzenreiter Hertha eröffnet

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Deutsche Presse-Agentur

Die Jäger liegen auf der Lauer, doch der Spitzenplatz ist Hertha BSC so schnell nicht zu nehmen. Elf Runden vor Saisonschluss werden die Berliner die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga in jedem Fall erfolgreich verteidigen.

Dennoch dürfen sich mindestens vier weitere Teams Hoffnungen auf den Titelgewinn machen. Ebenso spannend ist der Kampf um den Klassenverbleib. Mittlerweile schweben sieben Clubs in Abstiegsnot, der Karlsruher SC und Arminia Bielefeld treffen im direkten Duell aufeinander. Das 74. rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach steht unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen.

Trotz des noch beruhigenden Vorsprungs auf die Konkurrenz und neun Heimsiegen in Serie bleibt Hertha-Coach Lucien Favre vor der Partie gegen Bayer Leverkusen auf dem Teppich. „Ich bin nicht euphorisch, nicht pessimistisch, ich bin realistisch“, sagte der Schweizer und betonte, dass ein UEFA-Cup-Platz nach wie vor das Saisonziel sei. Bayer-Trainer Bruno Labbadia kämpft mit seinem Team um den Anschluss an die Spitzenplätze, weiß aber auch um die Stärke der Berliner. „Wenn eine Mannschaft zu dieser Zeit in der Saison mit vier Punkten Vorsprung oben steht, hat sie auch das Zeug zum Meister“, sagte Labbadia vor dem 24. Spieltag.

Mit zwölf Toren aus den letzten beiden Spielen und dem souveränen Einzug ins Champions-League-Viertelfinale hat Rekordmeister FC Bayern München wieder Rückenwind im Titelrennen. „Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir die nächsten beiden Spiele gewinnen“, sagte Mittelstürmer Miroslav Klose vor der Partie beim VfL Bochum, wo die Bayern zuletzt vor fünf Jahren als Verlierer vom Platz gingen. Im Hinspiel ließ die Revier-Elf beim 3:3 in München aufhorchen.

Franz Beckenbauer hält Herbstmeister 1899 Hoffenheim weiterhin für einen ernsthaften Titelkandidaten. „Hoffenheim ist die einzige Mannschaft, die alle Kriterien für erfolgreichen Fußball erfüllt“, sagte der Bayern-Präsident. Vor dem Auftritt des Aufsteigers bei Eintracht Frankfurt plagen Trainer Ralf Rangnick allerdings große Personalsorgen im Angriff. Neben Vedad Ibisevic und Chinedu Obasi droht nun auch Boubacar Sanogo auszufallen. Auch Torhüter Timo Hildebrand steht noch nicht zur Verfügung. Dennoch ist Rangnick optimistisch. „Es wird kein Spaziergang, aber wir wollen ohne Wenn und Aber gewinnen“, sagte der Fußball-Lehrer.

Der Hamburger SV ist die einzige Mannschaft, die noch in drei Wettbewerben aussichtsreich im Rennen liegt. Doch nach dem mageren 1:1 im UEFA-Cup gegen Galatasaray Istanbul müssen sich die Hanseaten gegen Energie Cottbus mächtig strecken, um nicht zum dritten Mal nacheinander in der Liga zu verlieren. Auch Werder Bremen hat im UEFA-Cup nur ein dünnes 1:0-Polster und steht nun vor der schweren Aufgabe gegen den VfB Stuttgart, der noch um den Anschluss an die „Top-Five“ kämpft. „Wir haben uns jetzt eine sehr gute Ausgangsposition verschafft und es gilt jetzt, diese nicht leichtfertig wieder zu verspielen“, meinte VfB-Coach Markus Babbel.

Im Tabellenkeller will Borussia Mönchengladbach im Derby beim 1. FC Köln den Aufwind nutzen. Die Sicherheitsvorkehrungen im RheinEnergieStadion wurden erhöht, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern. „Wir sind jetzt in der Situation, in der wir aus eigener Kraft etwas bewegen können“, sagte Gladbachs Coach Hans Meyer. Im direkten Duell kämpfen der Karlsruher SC und Arminia Bielefeld gegen die Abstiegssorgen. Edmond Kapllani soll als zweiter Stürmer neben Sebastian Freis die Talfahrt des KSC beenden. Bei den Ostwestfalen sind Artur Wichniarek und Andre Mijatovic wieder an Bord.

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