Der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack (Dritter von links) besichtigte zusammen mit einigen neu und wieder gewählten Gemeind
Der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack (Dritter von links) besichtigte zusammen mit einigen neu und wieder gewählten Gemeinderäten das Niederalfinger Schlierbachtal. Bei dem Termin ging es um einen effizienten und gleichzeitig naturnahen Hochwasserschutz. (Foto: Volckart)
Dieter Voclkart

In Niederalfingen geben sie nicht auf. Drei Jahre nach dem schlimmen Hochwasser im Schlierbachtal kämpfen die Verantwortlichen nach wie vor um einen effektiven Hochwasserschutz für den Ort. Jetzt haben sich alte und neu gewählte Gemeinderäte mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Winfried Mack getroffen, um jene Bereiche in Augenschein zu nehmen, in denen „ein naturnahes Hochwasserschutzkonzept“ umgesetzt werden könnte.

Ein genau solches Konzept fordert das baden-württembergische Umweltministerium von den Hüttlingern. Das Land will im Schlierbachtal, das als europäisches FFH-Schutzgebiet gilt, keine Genehmigung für den Bau von neuen Schutzdämmen erteilen. Und so müssen andere Lösungen her. Und die wurden jetzt bei dem Treffen der Hüttlinger Gemeinderäte mit dem CDU-Abgeordneten Winfried Mack besprochen.

Josef Kowatsch skizzierte dabei die neuen Planspiele der Hüttlinger: So gebe es im Tal bereits fünf natürliche Dämme infolge von Straßen- oder Wegeüberfahrten. Diese fünf Überfahrten hätten zusammenaddiert schon jetzt eine (noch ungenutzte) Dammhöhe von 15 Metern. Mit ein wenig Eigenarbeit ließe sich das sogar noch erhöhen.

Aber es gebe da auch ein Problem: Die Öffnungen dieser Dämme seien Zufallsöffnungen und nicht aufeinander abgestimmt. Der kostengünstigste Hochwasserschutz sei deshalb, diese Öffnungen auf abgestimmte Öffnungsgrößen zu berechnen, damit sich diese Dämme in ihrer Stauwirkung ergänzen und die 15 Meter Dammhöhe als Einheit auch genutzt werden können.

Neuer Zweckverband soll gegründet werden

Mack nahm diese Aussführungen bei dem Vor-Ort-Termin mit großem Interesse zur Kenntnis und sicherte seine „volle Unterstützung“ für diese Vorgehensweise zu. Zwei konkrete Schritte wurden bereits besprochen. So wird Mack den zuständigen Staatssekretär André Baumann vom zuständigen Umweltministerium nach Niederalfingen einladen, weil „eine grundsätzliche Zustimmung“ des Ministeriums für einen solchen naturnahen Ausbau notwendig sei, wie Mack erklärte. Ferner wurde angeregt, dass die beide Gemeinden Hüttlingen und Neuler einen Zweckverband für eine naturnahe Überplanung des Schlierbachtals gründen.

Einig war man sich darin, dass man jetzt vor einem „absoluten Neubeginn“ stehe. Eine andere als eine „naturintegrierte Lösung“ sei nach drei Jahren vergeblicher Planung nicht möglich, hieß es.

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