In Karbach rattern und knattern die Motoren

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 Karl-Eugen Rist aus Fronhofen kennt und liebt seinen Lanz-Bulldog, Baujahr 1927, schon von Kindesbeinen an.
Karl-Eugen Rist aus Fronhofen kennt und liebt seinen Lanz-Bulldog, Baujahr 1927, schon von Kindesbeinen an. (Foto: Claudia Bischofberger)
Claudia Bischofberger

So lief das 4. Bulldog Treffen in Karbach ab:

Freitag, 05. Juli 19:Den Auftakt machte eine Hardrock Party mit der Gruppe „Power Age“. Veranstalter war die Musikkapelle Pfärrich.

Samstag, 06. Juli 19: Rund 300 Bulldog – und Oldtimerschlepper wurden erwartet. Dazu konnten landwirtschaftliche Geräte von damals besichtigt werden. Alle Gefährte und Geräte wurden bis und vor 1965 gebaut. Auf dem Gelände wurde in Vorführungen gezeigt, wie damals mit den Maschinen gearbeitet wurde und welche Arbeiten damit bewerkstelligt wurden.

Am Abend gab es Blasmusik mit den Scherzachtalern.

Sonntag, 7. Juli 2019: Ausklang des Bulldog-Treffens mit weiteren Vorführungen. Voraussichtliches Ende der Veranstaltung war für 16 Uhr geplant. Die Bewirtung fand an beiden Tagen ganztägig durch die Musikkapelle Pfärrich statt.

Amtzell - Was sich für die einen wie zu laut geratene Fehlzündungen anhört, bedeutet für die anderen der Takt für den ihr Herz schlägt. Gemeint sind die Liebhaber der Bulldogs und Schlepper, die sich einmal mehr auf einem riesigen Gelände in Karbach eingefunden haben. Zum Teil wurden die Gefährte schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut und keines davon ist jünger als 54 Jahre. Bei diesem Treffen haben die Besitzer der Bulldogs, der Traktoren und Geräte aus dieser Zeit, die Möglichkeit sich auszutauschen und ihre Liebhaberstücke der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Karl-Eugen Rist aus Fronhofen (Kreis Ravensburg) steht stolz vor seinem Bulldog von der Firma Lanz. Gebaut wurde die schwarze Zugmaschine im Jahr 1927. Auf der Originalrechnung, die im selben Jahr ausgestellt wurde, steht der Name seines Opas. Am Bulldog angehängt ist ein Pflug, der noch ein Jahr jünger ist als der Traktor, und zur Getreidestoppelbearbeitung verwendet wurde.

Rist erzählt, dass dies der erste Schlepper von Lanz sei, der am Fließband produziert wurde. Bis Anfang der 50er-Jahre sei er auf dem Gutshof seines Großvaters im Einsatz gewesen. Auf der Haube des Bulldogs erkennt man schwarze Flecken, die wie Teer aussehen. Das seien die Rückstände des Schieferöls. Nach dem Zweiten Weltkrieg habe man keinen Brennstoff gehabt. Dafür haben landwirtschaftliche Betriebe Marken bekommen, mit denen sie die Möglichkeit hatten, Schieferöl zu tanken. Die Qualität dieses Brennstoffs sei sehr minderwertig gewesen, dadurch seien diese dunklen Verkrustungen entstanden, sagt Rist. Was den Bulldog aber nicht in seinem Wert mindere. Eine weitere Besonderheit, des Gefährts: Es gibt keinen Rückwärtsgang. Der Motor kann vor und zurück laufen. „Um rückwärts zu fahren, muss man das Gas zurücknehmen und dann im richtigen Moment wieder Gas geben. Dann fährt der Traktor rückwärts“, erklärte Rist. Das „Herz“ des Bulldogs, der Motor, beinhaltet zwar nur einen Zylinder, jedoch verfügt er über einen riesigen Hubraum von 10,3 Litern. Aus diesem Hubraum hole sich der Motor seine Leistung.

Selber anreisen konnte Karl -Eugen Rist mit dem Gefährt nicht. Denn mit einer Geschwindigkeit von sechs km/h darf er nicht auf einer verkehrsüblichen Straße fahren. Und so wurde der 2,6 Tonnen schwere Bulldog samt Pflug auf dem Hänger transportiert. Vor sieben Jahren habe Karl-Eugen Rist den Bulldog von seinem Vater bekommen, der ihn zuvor von seinem Vater übernahm. „Die Liebe zu diesem Bulldog bekam ich quasi schon über die Muttermilch“, scherzte Rist. Der Schlepper sei noch nie restauriert worden. Das heißt, er ist immer noch im Originalzustand wie vor über 90 Jahren. Noch heute könne man jedoch Ersatzteile dafür beziehen, sofern man das nötige „Kleingeld“ dafür hat.

So lief das 4. Bulldog Treffen in Karbach ab:

Freitag, 05. Juli 19:Den Auftakt machte eine Hardrock Party mit der Gruppe „Power Age“. Veranstalter war die Musikkapelle Pfärrich.

Samstag, 06. Juli 19: Rund 300 Bulldog – und Oldtimerschlepper wurden erwartet. Dazu konnten landwirtschaftliche Geräte von damals besichtigt werden. Alle Gefährte und Geräte wurden bis und vor 1965 gebaut. Auf dem Gelände wurde in Vorführungen gezeigt, wie damals mit den Maschinen gearbeitet wurde und welche Arbeiten damit bewerkstelligt wurden.

Am Abend gab es Blasmusik mit den Scherzachtalern.

Sonntag, 7. Juli 2019: Ausklang des Bulldog-Treffens mit weiteren Vorführungen. Voraussichtliches Ende der Veranstaltung war für 16 Uhr geplant. Die Bewirtung fand an beiden Tagen ganztägig durch die Musikkapelle Pfärrich statt.

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