Diese Konzeptgrafik zeigt die Ansicht des Neubaus von der Lindauer Straße aus. In den unteren beiden Stockwerken soll die Schwäb
Diese Konzeptgrafik zeigt die Ansicht des Neubaus von der Lindauer Straße aus. In den unteren beiden Stockwerken soll die Schwäbische Zeitung im Neubau an der Ecke Lindauer Straße/Olgastraße eine neue Heimat finden, darüber sind Wohnungen geplant. (Foto: Grafik: mlw)
Redaktionsleiter

Tettnang - Für eine gewisse Irritation hat im Gemeinderat ein Bauvorhaben in der Lindauer Straße gesorgt. Zur Sprache kam eine E-Mail, in der von einer halbseitigen Sperrung der Straße für ein Jahr die Rede war. Dem sei nicht so, erwiderte Bürgermeister Bruno Walter auf die Anfragen von Sylvia Zwisler und Andreas Huchler (beide CDU): „Wir sind dabei, die Zweispurigkeit sicherzustellen.“ Hier laufe gerade die Abstimmung mit dem Landratsamt, eventuell müsse man die Verkehrsinsel entfernen.

Hinter dem Neubau stehen Viktor und Joachim Senn. Voraussichtlich Ende April sollen die Abrissarbeiten am Eckgebäude Lindauer Straße/Olgastraße beginnen. Entstehen wird auf dem Grundstück dann in der Zeit ab Pfingsten auf einer Gebäudegrundfläche von 175 Quadratmetern ein Haus mit vier Vollgeschossen und einer Penthouse-Etage. Darin wird es sowohl Gewerbeflächen als auch Wohnraum geben.

In den beiden unteren Stockwerken sollen die Geschäftsstelle und die Redaktion der Schwäbischen Zeitung einziehen, hinzu kommen mehrere Zwei- bis Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen in verschiedenen Größen in den Geschossen darüber. Im Herbst 2019 soll der Neubau fertiggestellt sein.

Ziel ist die Zweispurigkeit

„Unter dem Gehsteig verlaufen zahlreiche Versorgungsleitungen“, sagt Joachim Senn. Diese technische Herausforderung führe dazu, dass für die Bauarbeiten ein Teil der Straße benötigt würde. Bei einer Begehung vor Ort hätten sich auch die örtlich ansässigen Busunternehmen geäußert, dass dies von der Olgastraße aus kein Problem darstelle, da die Fahrzeuge im Linienverkehr nach rechts abbiegen würden. Ziel sei die Zweispurigkeit, bestätigt Joachim Senn die Aussage von Bürgermeister Walter, der Vorgang liege jetzt beim Landratsamt. „Natürlich wird es Beeinträchtigungen geben“, sagt Joachim Senn. Mit Abriss- und Bauarbeiten sei das immer verbunden.

Aber es sei ja mit Blick auf den Publikumsverkehr auch wichtig, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. „Wenn man zügig bauen kann, dauern die natürlich auch kürzer“, sagt Andreas Schumacher. Er hat die Bauleitung inne, Generalunternehmer ist das Tettnanger Immobilienunternehmen teba, dessen Geschäftsführer Schumacher auch ist.

Entworfen hat das Gebäude das Ravensburger Büro „mlw architekten Morent, Lutz, Winterkorn“ - sie setzten sich in einem Architektenwettbewerb gegen andere Mitwettbewerber durch. Das Gebäude berücksichtigt dabei schon Gegebenheiten durch den Verkehr aus der Olgastraße: Eine Einbuchtung sorgt für eine bessere Sicht in Richtung Kreuzung Lindauer/Wangener Straße.

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