In der Kürze liegt die Würze

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SZ-Mitarbeiterin Gunthild  Schulte-Hoppe.
SZ-Mitarbeiterin Gunthild Schulte-Hoppe. (Foto: Ralf Hoppe)
Schwäbische Zeitung

Name: Gunthild Schulte-Hoppe

Alter: 54 Jahre

Aufgabe: Freie Mitarbeiterin seit 1999

Meine journalistischen Wurzeln liegen ganz schön weit zurück. Schon mit 16, als Schülerin des Zeppelin-Gymnasiums in Lüdenscheid, habe ich in meiner sauerländischen Heimat für die Westfälische Rundschau unter dem Kürzel „gus“ geschrieben und fotografiert. Hat Spaß gemacht und mir ein Taschengeld von rund 200 D-Mark im Monat beschert.

Nach meinem Geografiestudium in Marburg zog es mich an den Bodensee, wo ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Seit mittlerweile 20 Jahren bin ich als „rasende Reporterin“ mit dem Fahrrad für die „Schwäbische Zeitung“ im Einsatz. Ich durfte die Kreisräte in den Partnerkreis begleiten, Bonnie Tyler und Kai Pflaume interviewen – um nur drei der vielen Höhepunkte zu nennen. Viel wichtiger, weil nachhaltiger, sind allerdings die Begegnungen, aus denen sich im Laufe der Jahre Freundschaften entwickelt haben.

Besondere Freude hat mir mehr als zehn Jahre lang die Betreuung der Kollektiv-Redaktion gemacht.

„Kollektive“ heißen die Sonderseiten und Beilagen, die im Zusammenspiel zwischen Redaktion und Anzeigenabteilung entstehen. Die Zusammenarbeit mit den Anzeigenkunden, das Schreiben und Fotografieren, um die Geschichte „rund“ zu machen – und am Ende die Seiten am Bildschirm layouten war immer wieder spannend. Dabei durfte ich unzählige kleine und große Unternehmen kennenlernen und hinter die Kulissen blicken. Selbst bei noch so fachspezifischen Themen war mein Anliegen immer, sie in die Sprache der Leser zu übersetzen.

Wegen einer Teilzeitstelle und diverser Kunden, für die ich Pressearbeit mache, trete ich bei der SZ mittlerweile kürzer. Für Alters- und Ehejubilare nehme ich mir aber weiterhin gerne Zeit. Mit mancher Erzählung einer 100-Jährigen oder eines Goldhochzeitspaares ließe sich ein ganzes Buch füllen. Für die Zeitung heißt es, sich „kurz fassen“. Wie bei diesem Text.

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