In Altenheimen oft Fehler bei Medikamentenvergabe

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Deutsche Presse-Agentur

Beim Verteilen von Medikamenten an Altenheimbewohner kommt es zu etlichen Fehlern. Das ergab eine Studie des Institutes für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) der Uniklinik Köln.

Die Forscher untersuchten über zwei Monate hinweg insgesamt 48 512 Medikamentengaben von Arzneien, die regelmäßig von den Bewohnern geschluckt werden. Jeder zweite Bewohner bekam dabei falsche oder fehlerhaft dosierte Medikamente hingestellt, oder er erhielt die Arzneien zu einem falschen Zeitpunkt. An der Studie nahmen drei Altenheime mit 196 Bewohnern teil.

Bei 53 Prozent der Bewohner traten während der Untersuchung einer oder mehrere Fehler auf. In 24 Prozent der Fälle beobachteten die Forscher ein bis drei Fehler, in 13 Prozent vier bis sechs Fehler. Bei sechs Prozent gab es sieben bis neun Fehler, und bei zehn Prozent traten mehr als neun Fehler auf, teilt das IGKE mit. Nur bei 47 Prozent der Bewohner lief alles korrekt. Insgesamt habe die Fehlerquote damit bei rund 1,3 Prozent gelegen.

Der häufigste Fehler mit 49,1 Prozent war, dass Tabletten nicht korrekt geteilt wurden. In 22 Prozent der Fällen fehlte ein Medikament, in 9,8 Prozent wurde ein überzähliges Medikament gegeben. 8,4 Prozent der Fehler resultierten aus einem falschen Zeitpunkt für die Einnahme, in 6,4 Prozent der Fällen wurde ein beschädigtes Medikament verteilt. Eine falsche Dosierung (4,2 Prozent) und die Vergabe eines falschen Medikamentes (0,2 Prozent) kamen dagegen nur selten vor.

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