Impfungen können Allergiebeschwerden lindern

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Deutsche Presse-Agentur

Allergiker können ihre Beschwerden durch eine Impfung deutlich abmildern. Diese sei zu empfehlen, wenn die Allergie mit Nasensprays, Augentropfen und Antihistaminika nicht in den Griff zu bekommen ist.

Das teilt der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) in Berlin mit. Eine sogenannte Immuntherapie müsse allerdings schon Wochen vor dem Pollenflug begonnen werden. Wer gegen Frühblüher wie Hasel und Erle allergisch ist, müsse deshalb bis zum Herbst mit einer Immuntherapie warten. Für Gräserpollenallergiker sei sie dagegen noch in diesem Jahr sinnvoll, da Gräser erst im Mai blühen.

Patienten können nach Angaben des BVDD zwischen drei Therapieformen wählen. Bei der ersten Variante würden Allergenextrakte in steigenden Konzentrationen unter die Haut gespritzt. So soll das Immunsystem an die allergenen Stoffe gewöhnt werden. Schon in der ersten Saison lindere diese Therapieform die Beschwerden. Und nach Abschluss der dreijährigen Kur halte die Wirkung zehn Jahre an. Es sei außerdem gut belegt, dass die Therapieform der Entwicklung von allergischem Asthma vorbeugt, sagt die Dermatologin und Allergologin Kerstin Jung aus Erfurt.

Bei der zweiten Variante tropft sich der Patient den Impfstoff selbst auf die Zunge. Der Ärztin zufolge kann die korrekte Dosierung dabei allerdings schwer sein. Als dritte Variante bieten sich Impftabletten an, die sich Patienten selbst unter die Zunge legen. In den ersten Tagen könne dabei die Mundschleimhaut jucken und anschwellen. Die Behandlung mit Impftabletten sei besonders für Patienten sinnvoll, die eine regelmäßige Spritzenkur in der Arztpraxis zeitlich nicht einrichten können - und sie sei ähnlich wirksam wie die Spritzenkur.

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