Im Wortlaut: Widerruf-Forderung des Vatikans

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Deutsche Presse-Agentur

Der Vatikan hat am Mittwoch in einer Pressemitteilung den Traditionalisten-Bischof Richard Williamson der Priesterbruderschaft St. Pius zum Widerruf seiner Holocaust-Leugnung aufgefordert. Die Mitteilung ist in drei Punkte unterteilt.

„I. Rücknahme der Exkommunikation: Wie schon zuvor mitgeteilt (...) handelt es sich um einen Akt, in dem der Papst den wiederholten Nachfragen vonseiten der Leitung der Bruderschaft St. Pius wohlwollend entgegenkommt. Er hat damit ein Hindernis entfernen wollen, das die Tür zum Dialog versperrte. (...) Die Aufhebung der Exkommunikation hat die vier Bischöfe von einer schweren Strafe nach kanonischem Recht befreit. (...) Sie bedecken jedoch keine Funktion in der Kirche nach kanonischem Recht und sind nicht berechtigt, ihr (Bischofs-)Amt auszuführen.

II. Vatikanisches Konzil: Für eine zukünftige Anerkennung der Bruderschaft St. Pius ist eine eindeutige Anerkennung des II. Vatikanischen Konzils und der Päpste Johannes XXIII., Pauls VI., Johannes Paul II. und Benedikts XVI. selbst unabdinglich.

III. Äußerungen zum Holocaust: Die Positionen von Mons. Richard Williamson gegenüber dem Holocaust sind absolut inakzeptabel und werden vom Papst abgelehnt, wie dieser selbst am 28. Januar bekräftigt hat (...) Bischof Williamson muss, um seine bischöflichen Funktionen innerhalb der Kirche zurückzuerhalten, in unmissverständlicher Weise öffentlich von seinen Erklärungen zur Shoah - die dem Papst nicht bekannt waren - Abstand nehmen.“

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