Im „Nachtcafé“ steht der Mensch im Fokus

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Schwäbische Zeitung

Isny (sz) - „Literatur im Fenster“ findet in diesem Herbstsemester in neuen Räumen in der Kornhausgasse 11 statt. Wie nun mitgeteilt wird, gibt es im Abendprogramm das neue Format „Nachtcafé“.

In einer sechsteiligen Vortragsreihe dreht es sich um das „Menschsein in unserer Gegenwart“. Verschiedene Aspekten des gegenwärtigen Menschseins, Fragen und Herausforderungen, die die moderne Gesellschaft an Individuen, als Familienmenschen und als Arbeitende stellt sollen diskutiert werden. Sechs Vortragende aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen werden einen Impulsvortrag halten und dann zur Diskussion einladen.

Die Themen lauten:

Was ist Realität? Das Leben in komplexen Verhältnissen. Strukturelle Verlässlichkeit und Angstbereitschaft im Lichte von Feldtheorien und Systemtheorie. Peter Riedel, Psychoanalytiker.

Die Entwicklung des modernen Selbstverständnisses. Von welchen Grundannahmen geht der Mensch des Abendlandes aus? Das Unbehagen in der Moderne. Georg Häring, Psychiater.

Der Mensch als Beziehungswesen. Beziehung als Teil der Tiefengrammatik des Menschseins in der Eltern-Kind-Beziehung. Gerhard Herrmann, Pädiater.

Der spielerische Mensch. In einer weitgehend zweckrationalisierten Kultur verlieren immer mehr Menschen ihr spielerisches Sein und damit ihre Lebendigkeit und Lebensfreude. Robert Wagner, Pädagoge.

Der funktionalisierte Mensch in der Arbeitswelt. Der Mensch im Spannungsfeld zwischen Zweckerfüllung und Sinnverwirklichung. Andreas Wingerts, Geschäftsführer.

Wem gehört die Zukunft? Von der homozentrischen Weltsicht zum datazentrischen Weltbild. Verlassen wir die Tiefengrammatik des Menschseins? Dagmar Eger-Offel, Dozentin.

Die Vortragsreihe beginnt am Dienstag, 9. Oktober und wird wöchentlich fortgesetzt. Die Vorträge finden jeweils von 19 bis 20.30 Uhr statt und können einzeln gebucht werden. Der Kostenbeitrag pro Abend beträgt 7,50 Euro. Aufgrund begrenzter Sitzplätze ist eine Anmeldung nötig. Weitere Informationen gibt es bei Dagmar Eger-Offel unter der Rufnummer 07562 / 913834 oder per Mail an offel-eger@t-online.de

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