IHF will Doping-Trainingskontrollen zulassen

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Deutsche Presse-Agentur

Der Handball-Weltverband IHF will unabhängige Doping-Trainingskontrollen zulassen und damit den Verpflichtungen des Codes der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA nachkommen.

„Wir haben wieder die Freiheit, normal arbeiten zu können. Das konnten wir ein Jahr lang nicht. Uns steht jetzt das notwendige Budget zur Verfügung“, sagte Hans Holdhaus, Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission der IHF, der Deutschen Presse-Agentur dpa und bestätigte damit einen Bericht von ZDFonline. Der Österreicher hatte Verstöße gegen den WADA-Code angeprangert und deshalb zuletzt mit seiner Kollegin Inge-Lis Kanstrup aus Dänemark die Arbeit ruhen lassen.

Im Januar hatte ZDFonline berichtet, dass die IHF in drei Punkten den WADA-Code nicht einhalten würde, was zu einer Suspendierung als olympische Sportart führen könnte. Neben der Möglichkeit zu Trainingskontrollen sagte Weltverbandspräsident Hassan Moustafa laut Holdhaus der Anti-Doping-Kommission zu, unabhängige Kontrollen bei IHF-Wettbewerben sowie ein begleitendes Aufklärungs- und Informations-Programm veranstalten zu können.

Nach Angaben von Holdhaus hatte die WADA dem Weltverband bis zum 23. März eine Frist gesetzt, um Trainingskontrollen einzuführen. „Das war bislang vom Präsidenten abgelehnt worden. Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass dies den internationalen Standards im Anti- Doping-Kampf widerspricht“, erklärte Holdhaus. Bis vor einem Jahr hatte die WADA diese Kontrollen vorgenommen, danach hatte es die IHF untersagt. Holdhaus und seine Kollegen haben vor 14 Tagen ihre Arbeit wieder aufgenommen. „Wir haben ein Jahr verloren, das müssen wir jetzt rasch aufholen“, sagte er.

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