Hundesalon „tierisch schön“: Melanie Wundersee kennt sich mit Fellnasen aus

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Melanie Wundersee liebt Hunde. (Foto: privat)

„Hund und Mensch sollen sich bei mir wohl fühlen“, sagt Melanie Wundersee. Sie ist mit Hunden aufgewachsen – vier davon nennt sie auch heute ihr Eigen. Tiere hat sie schon immer über alle Maßen geliebt. Wollte beruflich mit ihnen zu tun haben. Deshalb begann sie ein Biologiestudium, und brach es wieder ab, als es an die Tierversuche ging.

Motiviert und unterstützt durch ihren Mann, absolvierte sie eine qualifizierte Ausbildung, wagte den Schritt in die Selbständigkeit und erfüllte sich mit ihrer Hundeschule und ihren Hundesalon ihren absoluten Traumberuf. Sie bietet die Dienstleistungen an, die man in einem Hundesalon erwartet: Waschen, Schneiden, Trimmen, Föhnen, Krallen- und Ohrenpflege. Ihre Ausbildung zur Hundeverhaltenstherapeutin ermöglicht ihr außerdem wichtige Zusatzangebote: Verhaltenstherapien in Einzelstunden, beispielsweise bei Problemen wir Aggression und Angst, und in Gruppenkursen Mantrailing, Spiel & Spaß, Longier-Kurse, und vieles mehr.

Weil sie ein tiefes Verständnis für Hunde habe, ergänzen sich beide Berufe optimal. „Ich nehme gerne schwierige Kundenhunde in meinen Salon an, die bisher nur unter Narkose abgeschoren werden konnten. Ich habe Respekt vor allen Lebewesen. Aber ich fürchte mich nicht. Das spüren die Hunde und deshalb haben sie Vertrauen zu mir“, erklärt die 24-Jährige und betont: „Bei mir steht das Wohlergehen des Hundes im Vordergrund, so etwas wie Haare Färben oder Nägel lackieren gibt es bei mir nicht. Anders, als in den meisten Hundesalons, dürfen Frauchen und Herrchen bei mir dabei bleiben, während ihre „Fellnase“ behandelt wird.

Außerdem organisiere ich regelmäßig Vorträge und Seminare mit bekannten Hundeverhaltensforschern und Hundetrainern“, erzählt die Hundeverhaltenstherapeutin und Groomerin (Hundefrisörin). Noch in diesem Jahr will sie sich zusätzlich zur Hundephysiotherapeutin ausbilden lassen. Das wichtigste in ihrer Arbeit sei das Bauchgefühl. „Man kann vieles lernen, die Mimik und Sprache des Hundes beispielsweise. Und trotzdem muss man jeden Hund und seinen Halter für sich betrachten, verstehen und erspüren, welche Probleme und Bedürfnisse da sind. Deshalb behandle ich Hunde immer nur in Verbindung mit ihren Menschen.“

Ihre Werbung sah in der Anfangszeit ganz klassisch aus: „Ich habe Flyer und Gutscheine verteilt, Leute direkt angesprochen. Inzwischen werde ich per Mund-zu-Mund-Propaganda weiterempfohlen. Ich bekomme sehr viel positives Feed-Back, habe viele Stammkunden und gewinne wöchentlich Neukunden.“

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