Huflattich bei Husten und Schleimhautentzündungen

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Deutsche Presse-Agentur

Vor allem bei trockenem Husten ist Huflattich eine geschätzte Heilpflanze. In der Therapie werden nur die Blätter eingesetzt - als Tee, als Tinktur oder frisch gepresster Pflanzensaft.

„Dass der Huflattich schon seit sehr langer Zeit als Hustenmittel verwendet wird, zeigt bereits der lateinische Name, der heute noch in der Botanik gilt“, sagt Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg. So seien die lateinischen Wörter „tussis“ (Husten) und „ago“ (ich vertreibe) zu der wissenschaftlichen Bezeichnung Tussilago verbunden worden: Das bedeutet etwa „Hustenvertreiber“.

Die Huflattichblätter haben einen Anteil an Schleimstoffen von bis zu 10 Prozent. Daneben spielen laut Mayer auch Gerbstoffe mit einem Anteil von etwa 5 Prozent und Flavonoide eine Rolle. „Die Schleimstoffe überziehen die Schleimhäute mit einer Schicht, die Reizungen mildert und so den Hustenreiz senken kann“, erklärt der Mediziner. Sie regen außerdem das Flimmerepithel an, das mit seinen vielen Härchen Schleim aus den Atemwegen abtransportiert. So habe sich der Huflattich auch bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut als hilfreich erwiesen. „Auch auf gereizte Schleimhäute des Magen- und Darmtraktes dürfte Huflattich eine positive Wirkung haben“, sagt Mayer. Eine antibakterielle Wirkung werde der Pflanze ebenfalls bescheinigt.

Nicht eingenommen werden dürfen Huflattichblätter während der Schwangerschaft und Stillzeit. Die Anwendungsdauer sollte auf vier Wochen beschränkt bleiben, da die Blätter ganz geringe Mengen von Pyrrolizidin-Alkaloiden enthalten können - diese Giftstoffe lagern sich in der Leber an und gelten als krebserregend. „Durch eine in Wien und Bonn erfolgte Züchtung dürfte dieses Problem jedoch bald behoben sein“, schätzt Mayer.

Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg: www.klostermedizin.de

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