HSV auf Tuchfühlung zur Spitze: 2:0 über Stuttgart

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Deutsche Presse-Agentur

Der Hamburger SV hat sich für die Pleite bei Aufsteiger 1899 Hoffenheim einigermaßen rehabilitiert und Tuchfühlung zur Spitze der Fußball-Bundesliga gehalten. Drei Tage nach dem 0:3 bei dem Neuling setzte sich der Liga-Dino mit 2:0 (1:0) gegen den VfB Stuttgart durch.

Nationalspieler Piotr Trochowski durch einen umstrittenen Foulelfmeter in der 17. Minute und Joris Mathijsen, dessen Schuss Stuttgarts Stürmer Mario Gomez abfälschte (74.), erzielten vor 50 037 Zuschauern in der HSH-Nordbank-Arena die Tore. Gegen die erst in der zweiten Halbzeit aufkommenden Schwaben reichte den Hamburgern eine glanzlose Leistung, um den vierten Heimsieg im fünften Spiel zu feiern.

„Wir wollen Wiedergutmachung“, hatte Hamburgs Coach Martin Jol vor der Partie gefordert. Schon in der ersten Halbzeit bekam er sie von seinen Schützlingen aber nur phasenweise geboten. Gegen lange Zeit enttäuschende Stuttgarter, bei denen Ex-Hamburger Khalid Boulahrouz von Beginn an im Team stand, hatten die Hausherren nur wenig Mühe zu dominieren. Chancen blieben aber rar gesät. Nach neun Minuten vergab Mladen Patric, als er den Ball am herausgeeilten Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann, aber auch am Stuttgarter Kasten vorbeischob.

Sieben Minuten später gelang dann die Führung: Nationalspieler Thomas Hitzlsperger touchierte das Knie von HSV-Kapitän David Jarolim, den Foulelfmeter verwandelte Auswahlkollege Trochowoski zu seinem dritten Saisontor. Stuttgarts Manager Horst Heldt reklamierte neben dem seiner Meinung nach zweifelhaften Strafstoß auch, dass ein Handspiel des Tschechen im HSV-Dress vorausgegangen war.

Die Gastgeber, bei denen Paolo Guerrero wieder in die Startformation zurückgekehrt war und U-21-Nationalspieler Dennis Aogo erstmals von Beginn an spielte, versäumten es, gegen äußerst zurückhaltende Gäste nachzulegen. Die beste Chance vereitelte Lehmann, als er kurz vor der Pause mit einem glänzenden Reflex einen strammen Schuss von Guy Demel (45.) gegen die Unterlatte lenkte, von wo der Ball wieder ins Feld zurücksprang.

Und was machten die Stuttgarter von Coach Armin Veh? Erstmal nicht viel. Roberto Hilbert zielte nach zwei Minuten aus kurzer Distanz zu ungenau, Top-Torjäger Mario Gomez rutschte (27.) am Ball vorbei. Das war's. „Wir müssen erstmal unsere eigenen Hausaufgaben machen“, forderte Heldt in der Pause. Die Mannschaft schien die Worte erhört zu haben. Artur Boka versuchte es fünf Minuten nach der Pause als Erster, HSV-Keeper Frank Rost parierte jedoch sicher. Dann traf Hilbert bei einer Volleyabnahme den Ball nicht hundertprozentig (57.) und vergab völlig freistehend den Ausgleich für die nun drückenden Schwaben. Danach scheiterte zweimal Gomez (68./70.), ehe er kurze Zeit später Mathijsens Schuss unglücklich und unhaltbar für Lehmann abfälschte.

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