Das Rufus Temple Orchestra in der Alten Kirche (von links nach rechts): Bastian Duncker, Johannes Lauer, Johannes Böhmer, Fidel
Das Rufus Temple Orchestra in der Alten Kirche (von links nach rechts): Bastian Duncker, Johannes Lauer, Johannes Böhmer, Fidelis Hentze, Katharina von Fintel und Nikolai Scharnofske. (Foto: Manuel Boog)
Manuel Boog

Die Vielseitigkeit des Kulturprogramms der Alten Kirche Mochenwangen ist in der Region bekannt. Das vergangene Jahr war erneut ein Beweis dafür. Ensemble- und Solokonzerte, kabarettistische Veranstaltungen, ein Operettenabend, ein Bücherlesung, Figurentheater, Musik zum Mitmachen für Kinder, drei Kunstausstellungen – sogar ein Rock Konzert prägte das Kulturjahr. Zum Abschluss lockte nun erneut eine Programmneuheit eine überragende Anzahl an Besuchern in die Alte Kirche: Hot Jazz, legendäre Musik aus den 1920er-Jahren mit dem Rufus Temple Orchestra aus Berlin.

In erster Linie ist es dem Posaunisten des Ensembles, Johannes Lauer zu verdanken, dass er dieses Mal nicht solistisch, sondern als Sextett der Alten Kirche einen Besuch im Rahmen der der aktuellen Tour abstattete. Derartige Veranstaltungen gibt es in der Region selten, so war der Abend in kurzer Zeit ausverkauft.

Mancher Besucher war zunächst durch die ungewöhnlich spärliche Bestuhlung erstaunt, doch bewusst hatte man sich gegen ein reines Stuhlkonzert entschieden. Tanzen – auf welche Art auch immer – war ausdrücklich erwünscht. Letztlich fand jeder einen Platz nach eigenem Geschmack: Von den innerlich bewegt lauschenden Zuhörern über gemütlich wippende Genießer bis hin zu Gästen mit schwungvoll freien Tanzfiguren und tanzenden Paaren vor der Bühne, war der Abend für jeden wie gemacht. Die Spielfreude und Begeisterung aller sechs Musiker, gleichzeitig mit erstklassiger Souveränität und Präzision ließen die Herzen des Publikums höherschlagen.

Leuchtende Augen bei den Konzertbesuchern

Die sechs Musiker schafften es mühelos, die damalige Zeit und das Lebensgefühl gegenwärtig werden zu lassen – begeisterte Stimmung und leuchtende Augen bei den Konzertbesuchern. Originelle Kompositionen aus der damaligen Zeit, eigene Arrangements und treffsichere Soloeinlagen: Das Publikum belohnte dies prompt mit eifrigem Zwischenapplaus und Bravo-Rufen. Die Musik der 20er Jahre mit dem Rufus Temple Orchestra ist ein wahrer Genuss. Viel zu schnell ging der beschwingte Konzertabend in der Alten Kirche und damit das Kulturjahr in der Alten Kirche zu Ende.

Für das neue Jahr hat das ehrenamtliche Team der Alten Kirche erneut ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, welches am 11. Januar 2020 mit dem traditionellen Konzert des Ponticelli Ensembles „Achtzig Viertel“ beginnen wird.

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