Horlacher: IHK sollte Millionengewinn ausschütten

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IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Entgegen der Finanzplanung hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwürttemberg im Jahr 2012 einen unerwartet hohen Gewinn in Höhe von 1 295 058,90 Euro erwirtschaftet. Bezahlt haben dies unter anderem die Zwangsmitglieder der IHK mit ihren Beiträgen. Rainer Horlacher, Kaufmann aus Hüttlingen und Mitglied der Vollversammlung, wird in der nächsten Sitzung der Vollversammlung beantragen, diesen Millionenüberschuss vollständig an die Mitglieder auszuschütten.

„Die IHK ist kein Wirtschaftsbetrieb, der sich über so einen Gewinn freuen kann", so Horlacher. Er weist darauf hin, dass die Kammer nach dem Gesetz nur zur Finanzierung ihrer Aufgaben Beiträge erheben darf. „Gewinne machen ist dem Gesetz nach nicht vorgesehen".

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die IHK Ostwürttemberg, wie die meisten Industrie- und Handelskammern in Deutschland, in den nächsten Jahren überhöhte Rücklagen abbauen muss, wird aus Sicht von Horlacher die umgehende Ausschüttung umso dringlicher. „Wir können nicht ungeplante Gewinne in Millionenhöhe einbehalten, während wir gleichzeitig in der Pflicht stehen Millionenrücklagen abzubauen", unterstreicht der Textilkaufmann.

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