Honda: Kein „ernsthafter“ Käufer für F1-Rennstall

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Deutsche Presse-Agentur

Dem Auto-Giganten Honda läuft auf der Suche nach einem Käufer für sein Formel-1-Team die Zeit davon. „Mehrere Leute haben Angebote gemacht, aber keiner davon hat ernsthaftes Interesse“, sagte der scheidende Honda-Präsident Takeo Fukui in Tokio.

Der zweitgrößte japanische Auto-Hersteller war nach der Vorsaison wegen der weltweiten Absatzkrise aus der Motorsport-Königsklasse ausgestiegen. Die neue Saison beginnt Ende März in Australien. Fukui, der im Juni sein Amt abgeben wird, erklärte, die Verhandlungen mit potenziellen Käufern für den Rennstall seien schwierig. Eine Übernahme sei aber „nicht total unmöglich“.

Zuletzt hatte der britische Milliardär Richard Branson Interesse an einem Einstieg beim ehemaligen Honda-Team bekundet. Der Chef des Virgin-Konzerns verlangte aber deutliche Veränderungen bei dem in England beheimateten Rennstall. Auch eine brasilianische Sponsoren-Gruppe, die hinter dem als Stammpiloten gehandelten Bruno Senna steht, soll dem Team Millionen-Hilfen angeboten haben. Als neuer Motorenlieferant ist Mercedes-Benz im Gespräch. Die Schwaben verlangen jedoch finanzielle Garantien.

Ein Rettungspaket von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat das Ex- Honda-Team einem Bericht des Boulevardblatts „News of the World“ hingegen abgelehnt. Angeblich soll Ecclestone 100 Millionen Pfund an Hilfsleistungen angeboten haben. Damit ist weiter offen, ob der Rennstall rechtzeitig zum Saisonstart in knapp fünf Wochen sein Überleben sichern kann. Das neue Auto ist zwar weitgehend fertig, Testfahrten konnten wegen der unklaren Situation jedoch noch nicht absolviert werden.

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