Benedikt Hoffmann nach Überquerung der Ziellinie des Schlickeralmlaufs auf dem Kreuzjoch in 2136 Meter Höhe.
Benedikt Hoffmann nach Überquerung der Ziellinie des Schlickeralmlaufs auf dem Kreuzjoch in 2136 Meter Höhe. (Foto: TVB Stubai Tirol)
Simon Schneider

Der Ultraläufer Benedikt Hoffmann ist beim Schlickeralmlauf auf Platz sieben gelandet und hat damit als erster Deutscher die Ziellinie nach 11,5 Kilometern mit über 1000 Höhenmetern überquert.

Die Strecke des Schlickeralmlaufs war dem 34-Jährigen, der an der Tuttlinger Fritz-Erler-Schule unterrichtet, bereits aus dem Vorjahr bekannt, denn Hoffmann qualifizierte sich dort für die Berglauf-Weltmeisterschaft. „Dieses Jahr habe ich den Berglauf nur als Formtest genutzt“, sagte Hoffmann unserer Zeitung und fügte hinzu: „Die Konkurrenz war immens.“ Unter den ostafrikanischen Berglaufstars war auch Petro Mamu dabei, der mehrfache Berglaufweltmeister.

Somit stand Benedikt Hoffmann, der für die TSG Heilbronn teilnahm, beim Schlickeralmlauf mit einer starken Konkurrenz an der Startlinie. Die 166 Teilnehmer mussten 11,5 Kilometer mit über 1000 Höhenmetern absolvieren. Bis auf den ersten Kilometer hatten die Läufer mit einem permanenten Anstieg bis ins Ziel zu kämpfen. „Ich wollte bei dem Rennen natürlich die ostafrikanischen Lauf-Asse ärgern“, verriet der Tuttlinger Lehrer. Das gelang ihm aber nur teilweise. Isaac Kosgei (TGW Zehnkampfunion) ließ er schnell hinter sich. Doch der Abstand zur Spitze vergrößerte sich. „Die anderen farbigen Läufer und auch der amtierende österreichische Berglaufmeister Manuel Innerhofer (LC Oberpinzgau) und der Österreicher Thomas Roach (SK Rueckenwind) waren mir einteilt“, schilderte Hoffmann seinen Rennverlauf.

Im unteren Streckenabschnitt lief er zunächst hinter Simon Lechleitner (LLZ Tirol), den er auf den letzten zwei Kilometern aber überholen konnte. In einer Zeit von 1:01.24 Stunden überquerte der 34-Jährige schließlich auf dem siebten Rang die Ziellinie. Hoffmann, der in den vergangenen Rennen durch große Siege bei namhaften Bergmarathons verwöhnt war, konnte seine Siegesserie aufgrund der starken ostafrikanischen Konkurrenz in Telfes im Stubai nicht fortsetzen. „Das Ergebnis ist sicher nicht zufriedenstellend, obwohl ich erneut als schnellster Deutscher ins Ziel gekommen bin“, resümierte Hoffmann, der 70 Sekunden langsamer als im Vorjahr war. Petro Mamu aus Eritrea gewann mit deutlichem Vorsprung in 56.06 Minuten vor seinem Landsmann Filmon Abraham, der über eine Minute länger benötigte. Dritter wurde der Kenianer Timothy Kiriu in 58.03 Minuten.

WM-Teilnahme in Rumänien

Viel Zeit um das Rennen in Österreich aufzuarbeiten und über seinen siebten Platz zu grübeln hat Benedikt Hoffmann ohnehin nicht, denn der wohl wichtigste Wettkampf in seiner diesjährigen Laufsaison steht kurz bevor – die Weltmeisterschaft über 50 Kilometer, die am 1. September im rumänischen Brasov stattfindet. Der Ultraläufer steckt deshalb aktuell mitten in den WM-Vorbereitungen.

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