Hoeneß: „Es gibt weit Wichtigeres als Podolski“

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Deutsche Presse-Agentur

Lukas Podolski ist beim FC Bayern weiter Gesprächsthema Nummer eins, aber bei Jürgen Klinsmann muss er sich als Angreifer Nummer vier ganz hinten anstellen.

In Abwesenheit des künftigen Kölners bringt sich Neuzugang Landon Donovan immer besser in Position, auch beim 2:0 (1:0)-Testspielsieg des deutschen Fußball-Meisters am Montagabend beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern traf der US-Nationalspieler wieder. Der eingewechselte Donovan erzielte ein schönes Kopfballtor, zuvor war Luca Toni erfolgreich, der zusammen mit Miroslav Klose im Sturm weiterhin „gesetzt“ ist, wie Trainer Klinsmann betonte.

Podolski war wegen seines Trainingsrückstands erst gar nicht mit in die Pfalz gereist - viel gesprochen wurde über den Nationalspieler trotzdem. „Ich bin froh, dass die Geschichte beendet ist ­ sie hat sich lange genug hingezogen“, kommentierte Klinsmann das Ende der Hängepartie. „Ich hoffe, dass er jetzt glücklich ist.“

Die Erleichterung beim FC Bayern, wenigstens die Vereins-Zukunft von Podolski geklärt zu haben, war spürbar. Auch wenn Manager Uli Hoeneß behauptete: „Es gab bei uns kein Theater um die Personalie Podolski ­ das war doch eher ein Medienspektakel.“ Gleichzeitig merkte Hoeneß an: „Im Internet meint man, die Welt dreht sich nur um Lukas Podolski ­ aber es gibt weit Wichtigeres als Podolski...“

Der 23-jährige Stürmer, so Klinsmann, habe das Pech gehabt, „dass er nicht an den Stammkräften wie Luca Toni oder Miroslav Klose vorbeigekommen ist“. Die jetzt gefundene Lösung mit der Rückkehr zum 1. FC Köln sei gut. „Aber er muss noch bis zum Sommer bei uns seinen Job machen und hundertprozentiges Engagement für Bayern geben“, forderte Klinsmann.

Derweil mausert sich Sturmkonkurrent Donovan, der zunächst bis Mitte März von Los Angeles Galaxy ausgeliehen ist, zu einem Gewinner der Vorbereitung, die mit einem weiteren Test beim Zweitliga-Spitzenreiter FSV Mainz 05 abgeschlossen wird. „Mein Job ist es, dem Trainer im Sturm die Entscheidung schwieriger zu machen“, sagte Donovan, der auf seine gute Technik und Schnelligkeit setzt. „Ich bin anders als die anderen drei Angreifer“, betonte er.

Eine weitere Personalie bei den Bayern harrt ihrer Erledigung: José Sosa, der sich im prominent besetzten Mittelfeld der Bayern nicht durchsetzen kann, soll ausgeliehen werden. Im Gespräch sind Espanyol Barcelona und US Palermo. „Sosa ist ein Superkerl, der aber den Durchbruch bei uns noch nicht geschafft hat“, kommentierte Klinsmann: „Sollte es mit einem Wechsel nicht klappen, muss er sich halt bei uns durchbeißen. Wir reden mit ihm.“

Gesprächsstoff lieferte auch das angebliche Interesse des AC Mailand am französischen Nationalspieler Franck Ribéry. In Anspielung auf das 120-Millionen-Euro-Gebot von Manchester City für Milans Top- Star Kaká sagte Hoeneß: „Dann verlangen wir für Franck Ribéry 150 Millionen Euro.“ Klinsmann äußerte sich kurz und deutlich: „Ribéry hat bei uns einen Vertrag bis 2011 ­ da kommt er vorher nicht raus.“

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