Hintergrund: Vogelschlag - Problem an Flughäfen

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Deutsche Presse-Agentur

Zusammenstöße von Vögeln oder Vogelschwärmen mit Flugzeugen geschehen täglich überall auf der Welt. Die Flughafenbetreiber bemühen sich mit verschiedenen Mitteln, die Tiere von Start- und Landebahnen fernzuhalten, denn die meisten Zusammenstöße passieren in der Nähe der Airports.

Dennoch gelingt es nicht, das Problem vollständig zu lösen. Weltweit werden die Schäden pro Jahr auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Auch in Deutschland gibt es solche Vorfälle Schätzungen zufolge zweimal pro Tag.    

Meist sind die Vorfälle harmlos - zumindest in Europa. Nach Angaben der Flugunfalluntersuchungsstelle in Braunschweig spielen Vögel als Ursachen für schwere Unfälle in Deutschland keine wesentliche Rolle. Bereits bei der Konstruktion von Flugzeugen und Triebwerken berücksichtigt die Industrie das Risiko. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart (DLR) verfügt seit zwei Jahren über eine Beschussanlage, die den Vogelschlag durch künstliche Vögel simulieren kann.

In Deutschland beschäftigt sich außerdem seit fast 45 Jahren der Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL) auf Anregung des Verkehrsministers mit dem Phänomen. Er gibt unter anderem eine Vogelzugvorhersage heraus und verbreitet Vogelzugwarnungen. Ähnliche Institutionen gibt es in den USA und Kanada.

„Vogelschlag gehört heutzutage in den USA zu den drei größten Gefahren für die Luftfahrt“, schreibt der DAVVL in einem Internet- Beitrag. Zur Begründung werden zahlreiche Beispiele genannt. Auch wird über schwere Unfälle mit Toten berichtet. Experten kritisieren, dass die Gefahr an vielen Flughäfen in den USA zwar bekannt sei, aber zu wenig dagegen unternommen werde.

www.davvl.de

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