Hintergrund: Islamisten beherrschen Teile Pakistans

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Deutsche Presse-Agentur

Der Nordwesten Pakistans gilt als Rückzugsgebiet islamistischer Kämpfer. Die Islamische Republik Pakistan, wichtiger Verbündeter des Westens im Kampf gegen den Terror, bekommt die Unruheprovinzen nicht unter Kontrolle.

Militäroffensiven gegen die dortigen Stammesgebiete wurden mit verheerenden Anschlägen in pakistanischen Städten beantwortet. In der halbautonomen Region Waziristan sollen sich viele hochrangige Mitglieder der Terrorgruppe El Kaida versteckt halten, darunter Osama bin Laden.

Das bergige Gebiet ist mehr als 11 000 Quadratkilometer groß und wird von paschtunischen Stämmen bewohnt. Während der sowjetischen Besatzung Afghanistans sammelten sich viele Widerstandskämpfer in Waziristan. Nach dem Sturz des Taliban-Regimes 2001 durch die USA fanden erneut zahlreiche Kämpfer Unterschlupf.

Auch die Nordwestprovinz, ein Gebiet größer als Bayern, wird von Taliban-Kämpfern und paschtunischen Stämmen kontrolliert. Hier gibt es zahlreiche Ausbildungslager. Erst im Februar beugte sich die Regierung der Grenzprovinz der Gewalt und schloss mit den Extremisten ein Abkommen über die Einführung der islamischen Rechtsprechung (Scharia) im Swat-Tal und weiteren Distrikten der Region Malakand.

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