Hintergrund: Die Republikanische Partei der USA

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Die Republikanische Partei der USA muss nach fast achtjähriger Amtszeit von George W. Bush um ihre Macht fürchten. Neben den Demokraten ist die „Grand Old Party“ (GOP) eine der beiden großen Parteien des Landes und die konservativere.

Sie plädiert für niedrige Steuern und niedrige staatliche Ausgaben, einen freien Markt und starke Eigenverantwortung der Amerikaner. Mit ihrem Kandidaten John McCain (72) hoffen die Republikaner, das Weiße Haus bei den Präsidentenwahlen im November behaupten zu können.

Der Vietnamveteran ist gegen Folter und für einen Verbleib der Truppen im Irak. Die Republikaner, die einen Elefanten als Symbol und Rot als Erkennungsfarbe haben, sind derzeit in beiden Kammern des Kongresses wie auch bei der Zahl der Gouverneure in der Minderheit.

Gegner der Sklaverei gründeten die GOP 1854 im Norden des Landes. Schon sechs Jahre später zog Abraham Lincoln ins Weiße Haus ein. Darauf folgte der Bürgerkrieg (1861-65). Zwischen 1860 und 1933 stellten die Republikaner insgesamt 56 Jahre lang den Präsidenten. Nach der „Großen Depression“ in den 30er Jahren endete die goldene Zeit der Partei.

Erst 1952 erzielte die GOP mit Dwight D. Eisenhower wieder einen überwältigenden Sieg über die Demokraten. Auch Richard Nixon siegte bei seiner Wiederwahl 1972 deutlich. Zwar brachte ihn der Watergate- Skandal zwei Jahre später zu Fall, die Partei blieb jedoch (mit der Ausnahme der Regierungszeit des Demokraten Jimmy Carter von 1977 bis 1981) bis zum Amtsantritt des Demokraten Bill Clinton 1993 dominierende Partei im Weißen Haus.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen