Hintergrund: Deutsche Preisträger

Lesedauer: 4 Min
Deutsche Presse-Agentur

Der Oscar gilt als begehrteste Filmtrophäe der Welt. Auch etliche Deutsche durften die goldene Statue schon entgegennehmen.

Die Reihe beginnt mit dem Schauspieler Emil Jannings, der 1929 im ersten Jahr der Oscar-Verleihung als bester Hauptdarsteller geehrt wurde, und wird richtig lang durch die vielen Techniker und Erfinder, die sich um die Weiterentwicklung der Licht- und Kameratechnik verdient gemacht haben. Die bisherigen deutschen bzw. deutschstämmigen Oscar-Preisträger:

1929 - Emil Jannings als bester Hauptdarsteller in den US- Stummfilmen „Sein letzter Befehl“ und „Der Weg allen Fleisches“

1938 - Karl Freund, Kameramann und Regisseur, für die Kamera- Arbeit im Melodram „The Good Earth“

1947 - Ernst Lubitsch, deutsch-amerikanischer Regisseur, Schauspieler und Produzent, erhält einen Ehren-Oscar für seinen hervorragenden Beitrag zur Filmkunst

1948 - Alfred Junge, künstlerischer Leiter des Films „Black Narcissus“ in der Sparte „Art Direction - Color“

1951 - Franz Wachsmann (Waxman), Komponist, für die Filmmusik in „Sunset Boulevard“

1952 - Franz Wachsmann für die Filmmusik in „A Place in the Sun“

1960 - Bernhard Grzimek, Tierforscher, für den besten Dokumentarfilm („Serengeti darf nicht sterben“)

1973 - Rolf Zehetbauer, Filmarchitekt, für die Ausstattung des Musical-Films „Cabaret“

1980 - Volker Schlöndorff, Regisseur, für den Film „Die Blechtrommel“ als bester fremdsprachiger Film

1983 - Der Kamerakonstrukteur Erich Kästner und August Arnold von der kinotechnischen Firma „Arnold & Richter KG“ (München) erhalten für die Entwicklung der ersten industriell gefertigen 35-mm- Spiegelreflex-Filmkamera den „Scientific and Technical Academy Award of Merit“ (Oscar-Statue).

1988 - Die Firma Osram GmbH, Abteilung Forschung und Entwicklung, erhält den „Scientific and Technical Academy Award of Merit“ (Oscar- Statue) für die kontinuierliche Verbesserung der Beleuchtungstechnologie.

1990 - Wolfgang und Christoph Lauenstein für „Balance“ als den besten kurzen Zeichentrickfilm (Animationsfilm)

1993 - Erich Kästner erhält für sein Lebenswerk als Kamerakonstrukteur den Gordon E. Sawyer Award.

1994 - Pepe Danquart für den besten Kurzfilm („Schwarzfahrer“)

1995 - Hans Zimmer, Komponist, für die Filmmusik zu dem Disney- Film „Der König der Löwen“

1997 - Thomas Stellmach und Tyron Montgomery für den besten Zeichentrick-Kurzfilm („Quest“) sowie Volker Engel für die besten visuellen Effekte („Independence Day“)

2001 - Florian Gallenberger für „Quiero Ser“ (Ich möchte sein) als bester Kurzfilm

2003 - Caroline Link für „Nirgendwo in Afrika“ als bester nicht-englischsprachiger Spielfilm

2003 - Arnold & Richter Cine Technik (München) und Panavision Inc. erhalten gemeinsam einen „Scientific and Technical Academy Award of Merit“ (Oscar-Statue) für ihre Verdienste um die Weiterentwicklung von Filmkameras.

2005 - Der Erfinder Horst Burbulla für die Entwicklung eines Teleskop-Kamera-Krans

2007 - Florian Henckel von Donnersmarck für „Das Leben der Anderen“ als bester nicht-englischsprachiger Film.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen