Herbstmeisterschaft geht an Paderborn

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Deutsche Presse-Agentur

Der SC Paderborn steht vor der Renaissance: Nach dem sang- und klanglosen Abstieg dominieren die Ostwestfalen die 3. Liga und haben als Herbstmeister ihren Anspruch auf den sofortigen Wiederaufstieg untermauert.

Vor dem Auftakt der Rückrunde am kommenden Wochenende zementierte das Team von Trainer Pawel Dotschew durch einen 2:0-Erfolg gegen die Stuttgarter Kickers die Führungsposition. Zwei Zähler dahinter rangiert der 1. FC Union Berlin, der das Spitzenspiel gegen den Tabellendritten Kickers Emden ebenfalls mit 2:0 gewann. Trotz der Niederlage verteidigte Emden den dritten Rang, da auch Verfolger Fortuna Düsseldorf beim 0:2 gegen die zweite Mannschaft von Werder Bremen keine Punkte holte.

„Die Herbstmeisterschaft ist Bestätigung unserer harten Arbeit. Jedoch haben wir erst eine Etappe gewonnen und sind noch nicht aufgestiegen“, sagte Paderborns Trainer Dotschew und forderte weiter ein konzentriertes Auftreten seiner Mannschaft. Gegner Stuttgarter Kickers blieb dagegen in der gesamten Hinrunde auswärts sieglos.

Als heimstärkstes Team der Hinrunde zeigte sich Union Berlin. Auch im Verfolgerduell gegen Emden präsentierten sich die Mannen von Trainer Uwe Neuhaus „spritziger und vor dem Tor abgeklärter“. Der selben Meinung war auch Emdens Trainer Stefan Emmerling: „Wir sind schwer in die Partie gekommen und wurden in der ersten Halbzeit klar von Union beherrscht. Im zweiten Durchgang haben wir dann unsere Chancen nicht genutzt“.

Am Tabellenende bewies unter dessen Jahn Regensburg einen weiteren Aufwärtstrend. Unter Interimscoach Markus Weinzierl blieben die Bayern ungeschlagen und kletterten dank des 3:0-Sieges bei Eintracht Braunschweig aus der Abstiegszone. Weiter Luft nach unten verschaffte sich auch der FC Carl Zeiss Jena. Das Team von Trainer Rene van Eck feierte mit dem 2:0 gegen den SV Sandhausen seinen zweiten Heimsieg hintereinander und stürzte die Gäste tiefer in die sportliche Krise. „Wenn jeder Spieler an seine Grenzen geht, dann können wir in dieser Saison noch weitere Schritte nach vorne kommen“, sagte van Eck.

Weniger rosig sehen dagegen die Aussichten beim Wuppertaler SV nach dem 0:2 gegen Rot-Weiß Erfurt aus. „Unsere Personalprobleme lassen zur Zeit keine besseren Ergebnisse zu. Mir ist wichtig, dass unser Präsident Friedhelm Runge zu mir hält“, erklärte Trainer Christoph John. Trainerkollege Karsten Baumann freute sich dagegen über „schöne drei Punkte“. Wie Erfurt konnte sich auch die SpVgg Unterhaching, die sich beim VfR Aalen mit 3:2 durchsetzte, durch einen Auswärtserfolg einen Platz im vorderen Mittelfeld der Tabelle festigen.

Aufgrund der schlechten Platzverhältnisse auf der „Baustelle Rudolf-Harbig-Stadion“ fiel das Ost-Derby zwischen Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue aus. Auch das Sonntagsspiel zwischen dem VfB Stuttgart II und Wacker Burghausen wurde abgesagt. Kickers Offenbach nutze seinen Heimvorteil und bezwang Bayern München II mit 2:0.

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