Heilbehandlung: Versicherung zahlt nur Arztleistung

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Deutsche Presse-Agentur

Heilbehandlungen können für Patienten teuer werden. Sie müssen zum Beispiel von einer Krankheitskostenversicherung nur dann als Wahlleistungen bezahlt werden, wenn der Arzt diese selbst erbracht oder zumindest beaufsichtigt hat.

Darauf weisen die Medizinrechtsanwälte des Deutschen Anwaltvereins (DAV) in Berlin hin und berufen sich auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln (Az.: 5 U 243/07). In dem Fall hatte ein Patient den Angaben zufolge in der psychotherapeutischen Abteilung einer Klinik auf Anordnung eines Arztes an Waldläufen, Ergotherapie und Gymnastik teilgenommen. Das Krankenhaus stellte ihm dafür 7000 Euro in Rechnung, die seine Versicherung nicht übernehmen wollte. Der Mann klagte dagegen mit der Begründung, er habe die „Wahlarztleistungen“ gemäß den Behandlungsplänen des Arztes und auf dessen Weisung in Anspruch genommen.

Das Oberlandesgericht wies seine Klage ab. Die Versicherung müsse nur die notwendigen Heilbehandlungen bezahlen. Diese zeichneten sich durch einen Vergütungsanspruch des Arztes aus. Dieser ergibt sich jedoch nur dann, wenn der Arzt selber tätig wird oder die Leistungen beaufsichtigt - nicht bei der reinen Anordnung.

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