Hausgemeinschaft kann gegen „Massagepraxis“ vorgehen

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Deutsche Presse-Agentur

Vermietet ein Eigentümer seine Wohnung an eine „Massagepraxis zur sexuellen Entspannung“, mindert das den Wert der Wohnungen im Haus. Eine solche Vermietung ist laut einem Urteil ein „unzulässiger Gebrauch“ der Eigentumswohnung.

Das geht aus einem Spruch des Oberlandesgerichts Hamburg hervor, auf das die Miet- und Immobilienrechtsexperten des Deutschen Anwaltvereins hinweisen (Aktenzeichen: 2 Wx 76/08). In dem Fall klagten Eigentümer in einer Hausgemeinschaft gegen die Vermietung einer Eigentümerin an eine Massagepraxis, die „erotisch sexuelle Massagen“ anbot. Die Richter sahen für die Eigentümer Nachteile: Ein solcher Betrieb mindere den Verkehrswert und den Mietpreis der übrigen Wohnungen im Haus. Es sei unerheblich, ob Massage oder Geschlechtsverkehr angeboten würden.

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