Handynutzung im EU-Ausland soll billiger werden

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Deutsche Presse-Agentur

Die Handy-Nutzung im EU-Ausland wird billiger. Nach einem Kompromiss von Europaparlament, EU-Staaten und Europäischer Kommission soll der Endkundenpreis für aus dem Ausland verschickte SMS auf 11 Cent begrenzt werden, zuzüglich Mehrwertsteuer.

Zur Zeit kosten SMS im Schnitt 29 Cent, in einigen Ländern sogar bis zu 80 Cent. In den Verhandlungen zu einer neuen EU-Verordnung zu Mobilfunkpreisen einigten sich die Beteiligten am Dienstag (24. März) in Straßburg auch auf eine niedrigere Preisobergrenzen für Gespräche und Datenübertragung.

Das Parlamentsplenum stimmt Ende April über den Kompromiss ab. Auch die zuständigen Minister müssen noch grünes Licht geben. Die neuen Regeln würden dann vom 1. Juli an gelten - pünktlich zur Reisesaison.

Für Datenübertragungen von einem EU-Land in ein anderes soll die Obergrenze für den Großhandelspreis bei einem Euro je Megabyte liegen. Von Juli 2010 an gelten 80 Cent und 2011 dann 50 Cent (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer). Verbraucher können vereinbaren, dass die Verbindung etwa ab einem Betrag von 50 Euro automatisch getrennt wird. Damit sollten „Schock-Rechnungen“ vermieden werden, erläuterte das EU-Parlament.

Das Gesetz geht auf eine Initiative von EU-Medienkommissarin Viviane Reding zurück, die seit Jahren versucht, die Preise für grenzüberschreitende Mobilfunknutzung zu senken. So wurde bereits im Juli 2007 ein neuer „Eurotarif“ für Handygespräche Pflicht, der Obergrenzen für die sogenannten Roaming-Gebühren vorsieht. Das sind die Tarife, die sich Telekom-Anbieter gegenseitig berechnen, wenn ihre jeweiligen Kunden im Ausland telefonieren oder eine SMS schreiben.

Jetzt sollen auch die im „Eurotarif“ festgelegten Höchstpreise für EU-Auslandsgespräche weiter abgesenkt werden. Zunächst soll der Maximalpreis von 46 auf 43 Cent für abgehende und von 22 auf 19 Cent für angenommene Anrufe gesenkt werden. Von 2010 an gelten 39 und 15 Cent, ein Jahr 35 und 11 Cent. Die neue Verordnung soll bis 30 Juni 2012 gelten. Die EU-Kommission soll Mitte 2011 die Marktlage überprüfen und gegebenenfalls weitere Schritte vorschlagen.

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