Handy am Handgelenk - Neuheiten von der CES

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Deutsche Presse-Agentur

Auf der US-Unterhaltungselektronikmesse Consumer Electronics Show (CES, 8. bis 11. Januar) in Las Vegas präsentieren zahlreiche Hersteller ihre neuesten Entwicklungen und Produkten, hier eine Übersicht:

Ein Handy fürs Handgelenk: LG zeigt DG 910

LG stellt auf der CES ein Mobiltelefon in Form einer Armbanduhr vor. Das GD910 wird über das berührungsempfindliche Display und drei Tasten an der Seite bedient. Eine Kamera ermöglicht Videotelefonate. Zudem spielt das Handy MP3-Dateien ab und liest dank einer „Text-to-Speech“-Funktion Nachrichten vor. Verbindungen ins Internet stellt das GD910 mit dem UMTS-Turbo HSDPA her. Zudem hat es eine Bluetooth-Schnittstelle. In Europa kommt das Gerät laut dem Hersteller aus Korea im Laufe des Jahres auf den Markt.

Lenovo stattet Notebook mit zusätzlichem Bildschirm aus

Entgegen dem Trend zu immer kleineren Notebooks präsentiert Lenovo auf der CES ein 17-Zoll-Gerät mit einem zusätzlichen Bildschirm. Beim ThinkPad W700ds lässt sich ein 10,6 Zoll großes Display aus dem Deckel schieben. Es biete professionellen Nutzern die Möglichkeit, auch unterwegs an zwei Monitoren zu arbeiten, teilte der Hersteller aus China mit. Die Größe schlägt sich allerdings im Gewicht von fast fünf Kilogramm nieder. Das Notebook ist nach Angaben eines Sprechers in Deutschland ab sofort zu Preisen ab 4530 Euro plus Mehrwertsteuer zu kaufen.

Stromversorgung ohne Kabelsalat: Powermat lädt drahtlos auf

Aufladen ohne Netzteil - das ist für die Besitzer von Handys und iPods derzeit nur ein Traum. Das US-Unternehmen Powermat will aber mit dem Kabelsalat Schluss machen: Nutzer sollen bis zu vier Geräte mit Strom versorgen können, indem sie diese einfach auf eine Ladestation in Form eines Mauspads legen. Diese Matte ist an eine Steckdose angeschlossen und überträgt den Strom per magnetischer Induktion in die tragbaren Geräte. Allerdings muss jedes Gerät mit einem Empfänger ausgerüstet werden. Die Powermat ist laut Hersteller ab rund 100 Dollar (rund 73 Euro) zuzüglich Steuern erhältlich.

Ein Handy aus Müll: Motorola nutzt recycelte Plastikflaschen

Im Wettbewerb um umweltbewusste Nutzer hat Motorola jetzt das erste angeblich CO2-neutrale Handy auf den Markt gebracht. Die Plastikteile des Moto W233 Renew bestünden aus recycelten Flaschen und seien vollständig wiederverwertbar, teilte Motorola auf der CES in Las Vegas mit. Für die bei der Produktion entstandenen Abgase gebe man der Organisation Carbonfund.org Geld für Investitionen in erneuerbare Energien sowie die Aufforstung von Wäldern. Das Dual-Band-Handy soll im ersten Quartal zunächst in den USA auf den Markt kommen. Einen Preis nannte Motorola nicht.

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