Hammerlose für Bremen und VfB im UEFA-Cup

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Deutsche Presse-Agentur

Hammerlose für Werder Bremen und den VfB Stuttgart, machbare Aufgaben für den Hamburger SV und den VfL Wolfsburg: Champions-League-Absteiger Bremen trifft in der ersten K.o.-Runde des UEFA-Pokals auf den AC Mailand.

Die Schwaben spielen unter ihrem neuen Erfolgscoach Markus Babbel gegen Titelverteidiger Zenit St. Petersburg. „Da merkt man ja gar nicht, dass wir aus der Champions League ausgeschieden sind. Über die Mannschaft, ihre Spieler und ihre Stärken muss man nicht viele Worte verlieren“, sagte Bremens Trainer Thomas Schaaf.

Wie man zumindest ein Remis in Mailand erreicht, können sich die Bremer von Wolfsburg abschauen. Die Niedersachsen selbst bekommen es derweil in der Runde der besten 32 mit dem derzeitigen Vierten der französischen Liga, Paris St. Germain, zu tun. HSV-Trainer Martin Jol darf sich auf eine Reise in seine niederländische Heimat freuen: Gegner ist der NEC Nijmegen. Ausgetragen wird die nächste Runde am 18./19. und 26. Februar. Das Endspiel steigt am 20. Mai in Istanbul.

Nach der Auslosung in der Zentrale der Europäischen Fußball-Union UEFA kommt es auch im Achtelfinale, das am 12. und 18./19. März über die Bühne geht, nicht zum Aufeinandertreffen zweier Bundesligisten. Bremen würde bei einem Weiterkommen gegen den ehemaligen Champions-League-Gewinner aus Mailand um den wieder erstarkten Ronaldinho auf den Sieger der Partie Olympiakos Piräus, das Hertha BSC mit einem 4:0 buchstäblich nach Hause geschickt hatte, gegen AS St. Etienne spielen. Die Wolfsburger bekämen es mit dem SC Braga oder Standard Lüttich zu tun. Auf Stuttgart würde Lech Posen oder Udinese Calcio warten, Gegner des HSV wären Girondins Bordeaux oder Galatasaray Istanbul.

Die härteste Aufgabe steht in der kommenden Runde den Bremern bevor, die sich als Dritte der Champions League für den UEFA-Cup qualifizierten - und daher auch im Hinspiel Heimrecht haben. Heißt: Den Einzug in die nächste Runde können die Werderaner nur im ehrwürdigen Giuseppe-Meazza-Stadion schaffen. „Ob es ein Vor- oder Nachteil ist, dass wir zunächst zu Hause spielen, wird sich noch herausstellen. Aber grundsätzlich sind wir eine Mannschaft, die vor heimischer Kulisse immer auf Sieg spielt und wir wollen auch gegen Mailand ein gutes Ergebnis vorlegen“, sagte Spielführer Frank Baumann und sprach von einem „der schönsten Lose überhaupt“.

Sein Stuttgarter Kapitänskollege musste das „absolute Hammerlos“ (Sportdirektor Horst Heldt) indes erstmal verarbeiten. „Jetzt gehe ich erst mal in den Urlaub und werde dieses Los verdauen. Jeder kann sich noch gut daran erinnern, wie Zenit letzte Saison gegen Bayern brilliert hat. Schwerer konnte es für uns nicht kommen“, meinte Thomas Hitzlsperger in Erwartung der Arschawins und Timoschtschuks.

HSV-Coach Jol warnte unterdessen vor verfrühtem Übermut. „Nijmegen ist ein kleiner Verein in Holland, der jedoch nicht zu unterschätzen ist“, sagte er. Wolfsburgs Magath sieht gegen St. Germain durch das Heimrecht im Rückspiel „gute Chancen auf ein Weiterkommen“.

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