Hühnerei-Allergie durch Ziervögel möglich

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Deutsche Presse-Agentur

Ziervogelhalter können auch noch nach Jahren an einer Hühnerei-Allergie erkranken. Die Vogelallergene ähneln den Eiweißen in Hühner-Eidotter und Eiklar sehr, erläutert das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg.

Das Immunsystem „verwechsele“ daher beide Allergene und reagiere beim Verzehr von Eiern mit allergischen Beschwerden, meist mit Symptomen der Atemwege wie Niesreiz, Reizhusten oder Atemnot. Mediziner bezeichnen dies als „Vogel-Ei- Syndrom“. Auch Hautbeschwerden sind möglich.

Die Allergie kann entstehen, weil die Ziervogelhalter Allergene aus dem Federstaub oder getrocknetem Kot von Wellensittich, Kanarienvogel und Co. über die Atmung aufnehmen. Selbst wenn keine Vögel mehr gehalten werden beziehungsweise die Haltung lange Zeit zurückliegt, könne das Vogel-Ei-Syndrom noch auftreten, so das DGK. Betroffene sollten daher auf Speisen mit rohen oder kurz gegarten Eiern wie Tiramisu, Mayonnaise oder Baiser verzichten. Wurden die Eiprodukte jedoch über längere Zeit auf mehr als 70 Grad erhitzt, gibt es meist keine Probleme. Auch hartgekochte Eier sind dann unbedenklich.

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