Gute Nachfrage nach Jungkühen

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An der Spitze der Fleckvieh-Jungkühe rangierte bei der jüngsten Zuchtviehauktion in Ilshofen diese Kuh von der Landwirtschafts G
An der Spitze der Fleckvieh-Jungkühe rangierte bei der jüngsten Zuchtviehauktion in Ilshofen diese Kuh von der Landwirtschafts GbR aus Kusterdingen, die 33 Kilogramm Milch leistete und schließlich zum Tageshöchstpreis von 2520 Euro den Besitzer wechselte. (Foto: Kraft)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Die nächsten Auktionen in Ilshofen finden am Mittwoch, 12. September (Kälber Fleckvieh) sowie am Donnerstag, 27. September (Großvieh und Kälber Holsteins und Fleckvieh) statt.

Die jüngste Zuchtrinder- und Kälberauktion der Rinderunion Baden-Württemberg in Ilshofen ist auf gute Resonanz gestoßen. Das kleine Angebot an melkenden Tieren wurde bei der Auktion ausgesprochen gut vom Markt aufgenommen und zu anziehenden Preisen verkauft. Nach wie vor schwierig gestaltet sich laut Rinderunion aber der Kälberabsatz. Hohes Aufkommen und vor allem bei den Kuhkälbern begrenzte Stallkapazitäten in den Exportaufzucht- und Mastbetrieben wegen stagnierenden Absatz drücken hier derzeit süddeutschlandweit die Preise. Auch bei den Bullenkälbern steht ein steigendes Angebot einer begrenzten Nachfrage gegenüber. Hier sind vor allem Kälber unter 65 Kilogramm aktuell nur sehr schwer absetzbar.

Mit sehr viel Elan begann die Versteigerung der 21 Jungkühe in Ilshofen. Vor allem die drei Spitzentiere erfreuten sich einer sehr hohen Nachfrage und erzielten durchweg über 2000 Euro. An der Spitze rangierte eine enorm tiefe, mit bestem Fundament und Euter ausgestattete Ulemo von der Landwirtschafts GbR aus Kusterdingen, die 33 Kilogramm Milch leistete und bei der Auktion für 2520 Euro den Besitzer wechselte. Ihr folgte eine mit 36 Kilogramm Milch sehr leistungsstarke Evergreen, die für 2420 Euro verkauft wurde. Das Spitzentrio komplettierte eine Hutilion, ebenfalls von der Landwirtschafts GbR, die immerhin noch 2020 Euro erlöste. Bei durchweg guter Nachfrage wurde bei der Auktion für die Jungkühe ein Durchschnittspreis von 1653 Euro erzielt.

Im Mittel 79 Kilogramm brachten die 106 angebotenen und komplett verkauften Kuhkälber auf die Waage. Hier pendelte sich der Durchschnittspreis bei 3,03 Euro netto je Kilogramm Lebendgewicht beziheungsweise 241 Euro je Tier ein.

405 verkaufte Bullenkälber hatten das hohe Durchschnittsgewicht von 85 Kilogramm. Im Mittel erlösten diese 4,93 Euro netto je Kilogramm Lebendgewicht beziehungsweise 420 Euro je Tier.

Von den drei ebenfalls bei der Auktion angebotenen Jungbullen wurden zwei für durchschnittlich 1875 Euro verkauft. Den Tageshöchstpreis erzielte ein genetisch hornloser Manolo, der zukünftig seinen Dienst in der Eifel verrichtet.

Die nächsten Auktionen in Ilshofen finden am Mittwoch, 12. September (Kälber Fleckvieh) sowie am Donnerstag, 27. September (Großvieh und Kälber Holsteins und Fleckvieh) statt.

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