Gottesdienst in Heimatort des Amokläufers

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Deutsche Presse-Agentur

Im Heimatdorf des Amokläufers Tim K. und mehrerer seiner Opfer haben am Freitagabend 1100 Menschen der Toten von Winnenden und Wendlingen gedacht. „Der Tod ist viel zu nahe gerückt. Das Grundvertrauen in einen Ort ist zerbrochen.“

Dies sagte der evangelische Dekan Eberhard Gröner bei der ökumenischen Feier in Leutenbach, einem Nachbarort von Winnenden. „An Vergebung wagen wir nicht zu denken, die müssen wir Gott überlassen.“

Es sei verständlich, dass viele Gläubige sich nun fragten: „Wo war Gott?“ Der Täter habe junge Menschen aus einem „Leben voller Hoffnung gerissen“. „Wir stellen nun viele Fragen, auf die es keine Antwort gibt“, sagte Gröner. Pfarrerin Rosemarie Gimbel-Rueß sprach von einer „Mauer des Schreckens“, die der Amokläufer mit seiner Tat am Mittwoch errichtet habe.

Die Trauernden zündeten gemeinsam Kerzen an, um der 16 Toten zu gedenken. Die Gemeindehalle konnte nicht alle Besucher fassen, so dass der Gottesdienst auf einen angrenzenden Schulhof übertragen wurde. Viele Menschen nahmen sich in die Arme. Der Ort mit rund 3000 Einwohnern legte ein Kondolenzbuch aus.

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