Gomez rechnet nicht mit Wechsel zu Bayern

Lesedauer: 4 Min
Deutsche Presse-Agentur

„Nur hier habe ich einen Vertrag, und wo man einen Vertrag hat, da spielt man auch“, sagte der Fußball- Nationalspieler in einem in mehreren Tageszeitungen erschienenen Interview. Seit dem vergangenen Sommer hatte der deutsche Rekordmeister mehrfach sein Interesse an einer Verpflichtung von Gomez bekundet. „Ich habe aber nie gesagt, dass ich mich beim VfB nicht mehr entwickeln kann“, erklärte der 23-Jährige. Der schwäbische Bundesligist hatte betont, Gomez halten zu wollen. Der Angreifer hat bei den Stuttgartern noch einen Vertrag bis Mitte 2012.

„Es gibt für den VfB keinen Grund, ihn abzugeben“, sagte Sportdirektor Horst Heldt im Trainingslager des Vereins im portugiesischen Portimao. Der Club sei finanziell nicht auf einen Transfer des Stürmers angewiesen. Ohnehin hatte Bayern-Manager Uli Hoeneß zuletzt angekündigt, nach der Verpflichtung des Hamburger Angreifers Ivica Olic für die kommende Saison im Poker um Gomez nicht mehr jede Summe mitbieten zu wollen. „Für 30 Millionen Euro ist er auf jeden Fall vom Tisch“, sagte Hoeneß.

Gomez hat sich mit einer weiteren Spielzeit im VfB-Trikot offensichtlich längst abgefunden. „Das Wichtigste ist doch, dass ich mich hier wohlfühle“, befand er. Seit 2001 spielt er für die Schwaben, 2004 gab er sein Bundesliga-Debüt. Schon vor zwei Jahren hatte er ein Angebot von Juventus Turin, lehnte jedoch ab. „Im Nachhinein war es das Beste, was ich tun konnte. Ich habe mich hier weiterentwickelt, auch als Mensch“, sagte Gomez.

Für die zweite Saisonhälfte kündigte der 20-malige Nationalspieler eine Aufholjagd mit dem ins Bundesliga-Mittelmaß abgestürzten VfB und das Ende seiner Torflaute in der DFB-Auswahl an. „Ich habe immer gesagt, dass es leichter ist, gute Leistungen in der Nationalelf zu zeigen, wenn es auch beim VfB läuft. Und das wird in der Rückrunde passieren“, versprach Gomez. Seinen Abwärtstrend im Team von Bundestrainer Joachim Löw, für das er zuletzt im März traf und seither in elf Partien erfolglos blieb, hat er als wertvolle Erfahrung verbucht. „Vorher ging es für mich immer nur bergauf. Jetzt weiß ich, wie es ist, wenn man auch mal Gegenwind bekommt.“

In Stuttgart hingegen ist Gomez unumstritten, auch dank seiner 16 Pflichtspieltore in der Hinrunde. Für die zweite Halbserie sei er daher „guter Dinge“, versicherte Gomez. „Wir müssen schauen, dass wir in der Rückrunde aufholen. Das ist eine Aufgabe, die mich wieder weiterbringen wird.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen