Gomez-Doppelschlag rettet VfB - 2:0 gegen Bochum

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Deutsche Presse-Agentur

Mit einem späten Doppelschlag hat Torjäger Mario Gomez beim 2:0 (0:0)-Heimerfolg gegen den VfL Bochum den VfB Stuttgart vor einem Rückschlag im Kampf um die Europapokal-Plätze bewahrt.

Der 23-Jährige rettete den erschreckend schwachen Schwaben mit seinen beiden Treffern in der 80. und 83. Minute den glücklichen Sieg gegen den VfL und verdarb Gäste-Trainer Marcel Koller bei dessen 100. Spiel als Coach in der Fußball-Bundesliga das Jubiläum. Die Gastgeber, die vor 43 000 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena lange Zeit weit vom Anspruch einer Spitzenmannschaft entfernt waren, verbesserten sich auf Tabellenplatz vier. Für den VfL wachsen als 15. die Abstiegssorgen.

„Das war eine Willenssache. Wir haben kein gutes Spiel gemacht, aber wir haben die drei Punkte und das zählt. Man kann nicht nur glänzen“, sagte Matchwinner Gomez. „Wir haben in den entscheidenden Situationen die Tore gemacht“, meinte VfB-Trainer Armin Veh erleichtert. „Das ist richtig bitter“, klagte hingegen Koller. „Die Stuttgarter haben die drei Punkte nicht verdient. Wir können nur traurig sein“, meinte Bochums Abwehrspieler Marc Pfertzel.

Drei Tage nach der 0:2-UEFA-Cup-Lektion beim FC Sevilla zeigte sich der VfB über weite Strecken zu behäbig und ideenlos. In der Offensive fehlte den Hausherren jeder Pfiff gegen die gut gestaffelten Bochumer, die lange Zeit nicht ernsthaft in Bedrängnis gerieten. Dann aber fand der überraschend ins Team zurückgekehrte Sami Khedira die Lücke in der VfL-Defensive, Gomez nutzte sein Zuspiel eiskalt und erzielte das 2500. Tor in der Bundesliga- Geschichte des VfB. Nur drei Minuten später entschied der Nationalstürmer mit seinem fünften Saisontreffer die niveauarme Partie.

Veh hatte sein Team auf drei Positionen verändert. Neben Cacau als zweiter Stürmer und Außenverteidiger Ricardo Osorio kehrte auch Mittelfeldspieler Khedira, der erst 16 Tage zuvor einen Außenband- und Kapselanriss erlitten hatte, in die Startelf zurück. „Ich habe von den Ärzten absolut grünes Licht bekommen“, versicherte Veh vor der Partie. Khedira war es auch, der in einer schwachen ersten Hälfte erstmals für Gefahr sorgte. Nach einem Antritt des 21-Jährigen, dem die Zwangspause noch anzumerken war, konnte VfL-Verteidiger Marcel Maltritz dessen Flanke aber gerade noch klären (26.).

Die Gäste hatten vor der Pause sogar die besseren Chancen. Stanislav Sestak setzte einen 18-Meter-Schuss über das Tor (37.), Arthur Bokas verunglückte Abwehr lenkte VfB-Keeper Jens Lehmann über die Latte und Sinan Kaloglu (44.) scheiterte aus spitzem Winkel.

Gleich nach der Pause musste sich Bochums Schlussmann Daniel Fernandes erstmals wirklich strecken, als er einen Kopfball von Gomez nach Cacaus Flanke mit einer Hand parierte (46.). Doch auch danach kamen die Gastgeber nicht in Schwung. Mit der Einwechslung von Spielmacher Elson und Angreifer Ciprian Marica für die Verteidiger Osorio und Boka versuchte Veh, mehr Druck und Kreativität ins Spiel seiner Elf zu bringen. Am Ende war es aber wieder einmal Gomez, der die Stuttgarter erlöste.

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