Goldene Luftballons für Pfarrer Heinrich

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 Pfarrer Anton Heinrich (am Altar) feiert in der Kirche St. Martinus in Hundersingen sein 50-jähriges Priesterjubiläum.
Pfarrer Anton Heinrich (am Altar) feiert in der Kirche St. Martinus in Hundersingen sein 50-jähriges Priesterjubiläum. (Foto: Christoph Klawitter)
Christoph Klawitter

Pfarrer Anton Heinrich hat in der Kirche St. Martinus in Hundersingen mit der Kirchengemeinde und zahlreichen weiteren Gästen am Sonntag sein goldenes, 50-jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Als Zeichen der Wertschätzung überreichten ihm Mitglieder der Kirchengemeinde goldene Luftballons.

„Wir freuen uns alle sehr über den heutigen Festtag“, sagte Weihbischof Thomas Maria Renz. Er zeichnete in dem Festgottesdienst in der Kirche St. Martinus den Werdegang von Anton Heinrich nach. Heinrich stammt demnach aus der Nähe von Bad Wurzach und war zunächst Molkereifachmann. „Damals hat er sich um die Milch der Kühe gekümmert. Und seit 50 Jahren verkündet er jetzt das Land, in dem Milch und Honig fließen“, schlug Weihbischof Renz nicht ohne Humor einen Bogen zu Heinrichs Priestertätigkeit ab der Weihe im Jahr 1969.

Von 1971 bis 1982 war Anton Heinrich laut dem Weihbischof Kaplan in Altshausen, danach Pfarrer in Marbach und in Hundersingen-Beuren. Auch im Ruhestand ist Heinrich weiter in seinem geistlichen Beruf tätig. „Einmal guter Hirte, immer guter Hirte“, sagte Thomas Maria Renz dazu. Priestersein sei eine Lebensberufung. Bis heute sei Anton Heinrich ein Seelsorger geblieben, im Rahmen seiner Möglichkeiten, sagte Renz, und sprach auch den schweren Schlaganfall an, den Heinrich erlitten hatte.

Ganz besonders hob der Weihbischof Schwester Michaela hervor: Sie begleitet den Pfarrer schon seit vielen Jahren auf dessen Lebensweg. „Was wäre Pfarrer Heinrich in den letzten Jahren und Jahrzehnten ohne Schwester Michaela gewesen?“, sagte Renz. Es gebe zwar Eremiten, aber der Regelfall seien diese nicht, meinte Renz weiter. Er bezog sich auf den Satz „Der Herr sandte sie zu zweit voraus“ im Lukas-Evangelium: Dies müsse einem zum Nachdenken bringen, wenn man über die künftige Gestalt der Sendung in der Kirche nachdenke, so Renz. Was das bedeute, „das kann sich jetzt jeder selber überlegen“, fügte er hinzu. Schwester Michaela händigte er im Gottesdienst einen Blumenstrauß aus.

Chor singt auf der Empore

Die Worte des Weihbischofs, die Gesänge des Chors von der Empore herab – der Dankgottesdienst berührte Pfarrer Heinrich, wie man sehen konnte. Besonders war auch die Szene, als zahlreiche Bürger vor die versammelte Kirchengemeinde traten und einer nach dem anderen dem Pfarrer einen goldenen Luftballon überreichten: Sei es als Zeichen für die 421 Kinder, die Heinrich in Hundersingen, Beuren und Marbach getauft habe, oder ein weiterer Luftballon als Zeichen der Ehen, die der Pfarrer geschlossen hat, oder beispielsweise als Zeichen der Arbeit mit den Ministranten. Bischof Michael aus Tansania drückteauch seine Glückwünsche an Heinrich aus. Heinrich selbst dankte all denen, die ihn begleitet hätten. Nach dem feierlichen Auszug aus der Kirche schloss sich ein Stehempfang mit Luftballonstart an: 100 goldene Luftballons stiegen hoch in den Himmel.

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