Glos' Fahrer fährt Polizisten über den Fuß

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Deutsche Presse-Agentur

Der CSU-Politiker sollte stellvertretend für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew empfangen, sein Wagen wurde an einer Absperrung von dem Beamten aber zunächst nicht durchgelassen. Nach kurzer Diskussion fuhr Glos' Fahrer schließlich los und dem Polizisten über den Fuß.

Medienberichten zufolge gab das Unfallopfer zu Protokoll, dass Glos ihm mit dem Ende seiner polizeilichen Karriere gedroht habe, wenn er nicht den Weg frei mache. Ein Ministeriumssprecher wies dies am Donnerstag zurück: „Der Minister hat diesen Satz definitiv nicht gesagt.“

Die Polizei nahm den Vorgang auf, Glos setzte seinen Weg zu dem Treffen zu Fuß fort. Laut Zeitung wird gegen den Fahrer nun wegen „Nötigung“ und „unerlaubten Entfernens vom Unfallort“ ermittelt. Der Polizist sei ambulant in einem Bundeswehrkrankenhaus behandelt worden.

Im Wirtschaftsministerium hieß es, Glos habe sich in einem Schreiben an den Polizisten gewandt und sein Bedauern über den Unfall ausgedrückt. Medien zitierten aus dem Brief: „Unser gestriges Zusammentreffen an der Zufahrtskontrolle zum Empfang des kasachischen Staatspräsidenten Nasarbajew stand leider unter keinem guten Stern. Sie hatten Ihre Anweisungen, die Sie auftragsgemäß befolgt haben“, schrieb Glos. „Ich wiederum war in Eile, denn meine Aufgabe war es, Präsident Nasarbajew in Stellvertretung der Bundeskanzlerin zu empfangen. Insofern war für mich Ihre Weigerung, uns passieren zu lassen, in diesem Moment nur schwer verständlich. Falls ich unwirsch reagiert haben sollte, bedauere ich dies.“ Abschließend fügte der Minister hinzu, dass sein „Ärger inzwischen verraucht“ sei: „Ich hoffe, auch Sie tragen mir die unglückliche Situation von gestern Vormittag nicht nach.“

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