Gildemeisterin Sonja Münsch über die Narrengilde Schussentäler Reute: Narren verbreiten Freude und Frohsinn

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Schwäbische Zeitung

SZ: Frau Münsch, warum lohnt es sich, bei der Narrengilde Mitglied zu werden?

Sonja Münsch: Bei uns ist ganzjährig etwas geboten, auch außerhalb der Fasnet (Ausflüge, Grillfeste, Kontaktpflege mit befreundeten Zünften). Freundschaft und Kameradschaft wird bei uns das ganze Jahr hindurch gepflegt.

SZ: Was ist das Besondere an Ihrem Verein?

Münsch: Die Pflege des Fasnetsbrauchtums im Ort. Aus alten Überlieferungen lässt sich das Fasnetstreiben in Reute lange vor Vereinsgründung der Narrengilde 1963 nachweisen. Besonders sind zudem - auch in der kurzen Fasnet 2008 - die vielen Auswärtsumzüge sowie die Kontakte und Patenschaften zu anderen Narrenzünften. Außerdem veranstalten wir einen Kinder- und Gemeindenachmittag, der Menschen aus Reute und den umliegenden Ortschaften anzieht.

SZ: Muss ein Interessierter besondere Voraussetzungen erfüllen, um bei Ihnen Mitglied zu werden?

Münsch: Er muss Interesse daran haben, sich aktiv im Verein zu engagieren. Da die Narrengilde ein relativ kleiner Verein ist, sind wir auf die Mithilfe vieler Mitglieder angewiesen. Arbeitseinsätze werden dann mit Arbeitspunkten und Orden belohnt. Aktive Mitglieder, also Maskenträger, müssen zudem Freude und Frohsinn verbreiten.

SZ: Und was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Münsch: Die Jugend ist unser Ziel. Wir hoffen, dass unsere Mitglieder sich ähnlich verhalten wie der historische Goißbock, der vor seinem Ende für Nachwuchs gesorgt hat... Spaß beiseite: Unser Anspruch ist, über eine gute Jugendarbeit genügend Nachrücker für die Maskengruppen, aber auch für Narrenrat und Vorstand zu finden. Ein weiterer Wunsch von mir ist es, das gute Team aus Vorstand und Narrenrat zu erhalten.

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