Geldgeschenke können Kindergeld-Anspruch gefährden

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Deutsche Presse-Agentur

Geldgeschenke an volljährige Kinder in der Ausbildung können den Anspruch auf Kindergeld gefährden. Denn wenn Schenkungen ohne nähere Zweckbindung erfolgen, können sie als Einkünfte gelten, erläutert das Institut für Wirtschaftspublizistik (IWW).

Es beruft sich auf ein Urteil des Finanzgerichts München (Aktenzeichen: 10 K 2984/07), wonach der Anspruch auf Kindergeld entfallen könnte. In dem Fall schenkte eine Großmutter ihrer Enkelin 10 000 Euro und vererbte ihr später weitere 25 000 Euro. Solche Beträge seien nur dann nicht als Bezüge einzustufen, wenn sie eindeutig zur Kapitalanlage bestimmt sind - sie müssen also dem Vermögensaufbau dienen und nicht dem Konsum. Dafür hätte die Erblasserin Sorge tragen müssen.

Nur bei der Überlassung von Immobilien ist das laut IWW anders: Hier sei die Zweckbindung offensichtlich und aus der Art des Gegenstandes zu ersehen, entschieden die Richter. Bei Geldzuwendungen dagegen bedürfe es einer eindeutigen Zweckbindung durch den Zuwendenden.

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