Geistesverwandte: Poe und der Bayernkönig

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Schwäbische Zeitung

St. Ottilien (dpa) ­ Eine nahezu frappierende Ähnlichkeit zwischen einem amerikanischen Schriftsteller-Star und dem bayerischen Märchenkönig hat Alfons Schweiggert in seinem kurzweiligen Buch „Edgar Allan Poe und König Ludwig II. ­ Anatomie einer Geistesfreundschaft“ ausgemacht.

Der Monarch (1845-1886) hatte als einer der ersten in Deutschland den Erfinder der fantastischen Literatur (1809-1849) entdeckt. Die beiden Männer einte nicht nur die Liebe zu den schönen Künsten und ihre ausgeprägte Egozentrik, sondern auch die seelische Zerrissenheit, die beide zu ­ wenngleich auch bewunderten ­ Außenseitern stempelte.

Nach einem nur einstündigen Gespräch mit Poe war der Bayernkönig nach den Erkenntnissen des Verfassers bereit, seinen Thron zu verlassen.

Alfons Schweiggert

Edgar Allan Poe und König Ludwig II. ­ Anatomie einer Geistesfreundschaft

Eos Verlag, St. Ottilien

171 S., Euro 17,80

ISBN 978-3-8306-7347-7

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