Gegen Mangelernährung in Heimen: Snacks anbieten

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Deutsche Presse-Agentur

Zwischenmahlzeiten und Snacks können einer möglichen Mangelernährung der Bewohner von Pflegeheimen entgegenwirken. Da alte Menschen häufig nur noch kleine Portionen essen, benötigten sie außerdem eine ausreichend hohe Nährstoffdichte in der Nahrung.

Das erläutert Matthias Pirlich, Oberarzt an der Berliner Charité. Mehr Energie durch Sahne, Butter und Öle oder ein höherer Eiweißanteil durch hochwertige Proteinpulver könnten ebenfalls zu einer bedarfsdeckenden Ernährung beitragen. Für Menschen mit Demenz oder motorischen Defiziten sei Fingerfood eine Alternative zum konventionellen Essen mit Besteck und Teller.

Wie aus zwei Studien aus dem Jahr 2007 hervorgeht, ist Mangelernährung in Heimen keine Seltenheit, teilt die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) mit. Bei der einen Studie wurden 112 Bewohner aus drei Berliner Seniorenheimen befragt. Demnach waren nur 20 Prozent wohl ernährt, jedoch 9 Prozent schwer mangelernährt. An der zweiten Studie waren 779 Bewohner aus zehn Seniorenheimen beteiligt. Bei 11 Prozent von ihnen wurde eine schwere Mangelernährung festgestellt.

Häufig gingen schwere und chronische Erkrankungen mit einem schlechten Ernährungszustand einher. Menschen in Langzeitpflege mit Mangelernährung hätten ein erhöhtes Risiko für infektiöse Erkrankungen oder Stürze und Frakturen, so die DGEM.

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