Gebäude ins Licht setzen: Tipps für Architekturfotos

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Deutsche Presse-Agentur

Beim Fotografieren von Gebäuden sollte darauf geachtet werden, dass waagrechte Linien auch als solche erscheinen. Und senkrechte Linien sollten auf der Aufnahme auch wirklich senkrecht stehen.

Sonst kippt das Gebäude im Foto gewissermaßen, so der Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Doch manchmal sind auch in der Fotografie Regeln dazu da, um gebrochen zu werden.

Die meisten Weitwinkelobjektive zum Beispiel bilden die Welt mit mehr oder weniger starken Verzeichnungen ab. Diese können den Experten zufolge gezielt eingesetzt werden, um eine überspitze Darstellung zu erzielen: Je näher der Fotograf an das Gebäude heran geht, desto weiter muss er sich nach oben beugen und desto stärker „stürzen“ die eigentlich gerade aufstrebenden Kanten und Häuserwände.

Auf keinen Fall sollte eine breite Fassade das ganze Bild ausfüllen. Wird an einer solchen mehr oder weniger ebenen Fläche nach oben fotografiert, sieht es hinterher im Bild aus, als liege eine Fassade vor dem Betrachter. Eine Kante oder Ecke des Gebäudes und der Fuß eines Turmes sind die richtigen Orte, Architekturfotografie mit dem Weitwinkelobjektiv zu betreiben. Eine Ecke verleiht dem Bild Tiefe und gibt dem Betrachter somit eine Orientierungshilfe.

Weitwinkelaufnahmen aus geringer Entfernung eröffnen weitere Möglichkeiten zur Bildgestaltung - zum Beispiel, mit der Schärfenverteilung im Bild zu spielen. So kann der Fotograf den Schärfepunkt auf den Bildteil im Vordergrund setzen. Er kann aber auch eine entsprechende Unschärfe im Vordergrund in Kauf nehmen und den Hintergrund scharf abbilden. Bei Weitwinkelaufnahmen ist der Schärfebereich ohnehin recht groß, es bieten sich also mit kurzer Brennweite viele interessante Möglichkeiten, Gebäude anders als üblich zu fotografieren.

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