Fußball-Fieber in Hoffenheim

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Deutsche Presse-Agentur

Fußball-Fieber in der Kurpfalz: Wenige Stunden vor dem Bundesliga-Schlager von Tabellenführer 1899 Hoffenheim bei Meister FC Bayern München war die Spannung deutlich zu spüren.

Nach Schätzungen von Hoffenheims Ortsvorsteher Karl-Heinz Hess wollten 90 Prozent der Hoffenheimer das Spiel vor dem TV oder im Stadion verfolgen. Anlaufstelle für die Daheimgebliebenen waren die „Döner-Bude“ im Ort und der Gemeindesaal. Dort sollte das Spiel auf der Großleinwand gemeinsam geschaut werden - allerdings in „geschlossener Gesellschaft“. Medienrummel soll vermieden werden.

Auch in der benachbarten Stadt Sinsheim, von der Hoffenheim seit der Eingemeindung ein Ortsteil ist, stieg die Spannung. Der Oberbürgermeister der 35 500-Einwohner-Stadt, Rolf Geinert (SPD), reiste ebenfalls nach München. In Sinsheim entsteht für rund 60 Millionen Euro die neue Spielstätte der Profi-Kicker, die im Januar zur Rückrunde fertig sein soll. „Mit Sicherheit sucht jeder eine Gelegenheit, das Spiel zu verfolgen“, sagte eine Sprecherin der Stadt. Sie selbst wollte Radio und Videotext verfolgen. Verschiedene Kneipen böten das gemeinsame Fernsehschauen an.

Bis die neue Arena fertiggestellt ist, spielt 1899 Hoffenheim im benachbarten Mannheim - und hat dort etliche Fans gefunden. Auch die konnten am Abend gemeinsam das Spiel schauen - Lokale hatten eigens dafür Flachbildschirme organisiert.

Den Angestellten der Druckerei Odenwälder in Buchen (Rhein-Neckar- Kreis) könnte das Spiel jedoch durch die Lappen gehen. Dort müssen Überstunden gemacht werden, um die zweite Auflage des Buches „Das Wunder von Hoffenheim“ zu drucken. Die ersten 10 000 Exemplare waren nach wenigen Tagen vergriffen. Rechtzeitig zum dritten Advent soll nun die erhöhte Auflage mit 20 000 Stück auf den Markt kommen.

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