Fristlose Kündigung: Innerhalb von zwei Wochen

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Deutsche Presse-Agentur

Die fristlose Kündigung eines Mitarbeiters ist nur innerhalb von zwei Wochen zulässig, nachdem der Arbeitgeber von vermeintlichen Verfehlungen erfahren hat.

Das geht aus einem am Donnerstag (19. Februar) bekanntgewordenen Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor. Nach Ablauf dieser Frist muss der Arbeitgeber den Mitarbeiter selbst dann vorerst weiterbeschäftigen, wenn das Fehlverhalten für seine fristlose Entlassung ausgereicht hätte (Urteil vom 23.10.2008 ­ 10 Sa 428/08).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Kündigungsschutzklage eines EDV-Technikers statt. Der Arbeitgeber hatte den Kläger fristlos entlassen, nachdem er unter anderem erfahren hatte, dass er bei Kunden privat EDV-Arbeiten erledigt habe. Allerdings hatte der Arbeitgeber nicht innerhalb von zwei Wochen, nachdem er von dem angeblichen Fehlverhalten erfahren hatte, die Kündigung ausgesprochen.

Das LAG ließ daher offen, ob die fristlose Kündigung in der Sache berechtigt gewesen wäre. Der Zwei-Wochen-Frist sei nicht verlängerbar, denn sie diene der Rechtssicherheit. Insbesondere könne die pauschale Behauptung des Arbeitgebers, er habe noch weitere Tatsachen ermitteln müssen, um seinen Vorwurf zu untermauern, eine Fristverlängerung nicht rechtfertigen.

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