Forstleute bitten um Ruhe im Wald für Wildtiere

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Deutsche Presse-Agentur

Die Eiseskälte macht auch den heimischen Wildtieren zu schaffen. „Waldbesucher sollten auf den Wegen bleiben und Wildtiere möglichst nicht stören“, sagt der Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, Frank-Dietmar Richter, in Arnsberg.

Während die Winterschläfer in ihren Verstecken auch die harten Frostnächte schadlos überstehen, schränken winteraktive Wildtiere ihre Bewegung ein und sparen so Energie. Menschen sollten versuchen, die Tiere möglichst nicht aufzuscheuchen.

Grundsätzlich sind heimische Wildtiere aber auch von Natur aus auf eisige Kälte eingestellt, teilte der Landesbetrieb mit. Fettreserven und dichtes Fell helfen gegen Kälte. Im grauen Winterhaar der Rehe ist statt der Farbstoffe Luft eingelagert. Und die dicke Winterschwarte der Wildschweine isoliert nicht nur, sondern speichert nach Auskunft der Forstexperten auch Sonnenwärme.

Tiere, die in den Winterschlaf verfallen und ihre Körpertemperatur absenken, haben dies bereits zu Beginn der kalten Jahreszeit durch von der Tageslänge abhängige hormonelle Umstellungen eingeleitet. Hormone spielen aber auch im Winter bei zwei Tierarten eine große Rolle: Unabhängig von der Kälte geraten Fuchs und Wildkatze in der jetzt beginnenden Paarungszeit in Wallung.

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